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2. Bundesliga | 1. FC Kaiserslautern Trainersuche beim 1. FC Kaiserslautern

Beim 1. FC Kaiserslautern sind die Verantwortlichen wieder einmal auf Trainersuche. Doch in der augenblicklichen Situation dürfte es nicht einfach werden, einen Nachfolger für den entlassenen Norbert Meier zu finden.

Montage aus möglichen Trainern für den 1 FC Kaiserslautern (v-l. Sforza, Walpurgis, Vogel)

Montage aus möglichen Trainern für den 1 FC Kaiserslautern (v-l. Sforza, Walpurgis, Vogel)

Tabellenplatz 18, zwei Punkte, 3:12 Tore - das sind die nackten Zahlen. Nach dem siebten Spieltag der 2. Bundesliga wartet der Traditionsklub aus der Pfalz immer noch auf den ersten Sieg. Tiefer geht es nicht mehr im Bundesliga-Unterhaus, selbst die - offiziell nur noch 16.000, gefühlt aber noch weniger - Fans im Fritz-Walter-Stadion waren am Dienstag Abend nach dem 0:2 gegen Erzgebirge Aue entsetzt und sprachlos.

So schlecht hatte sich ein Team der Roten Teufel noch nie präsentiert. Auch wenn mit Meier in der rund eineinhalb jährigen Amtszeit des Vorstands um Thomas Gries bereits der dritte Trainer (vor Meier waren es Konrad Fünfstück und Tayfun Korkut) vorzeitig den Betzenberg verlässt, die Trennung war letztlich unausweichlich.

Auch mit Pep Guardiola würden wir nicht besser spielen

Wer aber soll jetzt das im Eiltempo sinkende FCK-Schiff noch einmal zurück in die Erfolgsspur führen? Wer soll diese ideen- und leblose Mannschaft vor dem Absturz retten?


"Wir präsentieren uns auf dem Platz, da könnten wir auch Pep Guardiola da stehen haben, und wir würden nicht besser spielen", meinte nach dem peinlichen Auftritt gegen Aue FCK-Torhüter Marius Müller. Er sieht selbstkritisch die eigene Mannschaft in der Pflicht. Vielleicht wäre es ja tatsächlich einmal einen Versuch wert, das Team ohne Trainer in die kommenden Spiele zu schicken - was natürlich nicht passieren wird.

Vorerst haben der Manfred Paula, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, und U19-Coach Alexander Bugera die Leitung der Übungseinheiten übernommen. Paula, der vor zwei Jahren aus Augsburg kam, besitzt die Fußballlehrer-Lizenz. Bugera kennt als früherer FCK-Profi die Betzenberg-Mentalität, steht als Nachwuchscoach aktuell mit der U19 in der Junioren Bundesliga für Offensivfußball und überzeugt mit seiner klaren Ansprache und Philosophie.

Spekulationen über Nachfolge

Die Suche nach einem neuen Chefcoach ist aber unabhängig vom Wirken der beiden "Übergangstrainer" intensiv angelaufen. Die ersten Kandidaten werden bereits gehandelt. Wie immer sind es vor allem die derzeit arbeitslosen Übungsleiter, die als erstes genannt werden. Markus Kauczinski, lange in Karlsruhe und zuletzt in Ingolstadt, Stefan Ruthenbeck, nach seiner Zeit beim VfR Aalen in Fürth aktiv, oder Maik Walpurgis, der in Ingolstadt auf Kauczinski folgte, sind nur drei der verfügbaren Trainer. Denkt man ein klein wenig weiter, kommt man aber auch auf weitere potentielle Kandidaten.

Sforza, Vogel oder Schjønberg

Beispielsweise auf Ciriaco Sforza. Der Schweizer spielte in seiner aktiven Zeit drei Mal für die damals noch in wesentlich höheren Regionen schwebenden Roten Teufel und hat in seiner Heimat in Luzern, Zürich und Thun bewiesen, dass er es auch als Trainer kann. Oder wie wäre es mit Heiko Vogel? Der Pfälzer war zuletzt in der Nachwuchsabteilung der Bayern tätig, zuvor führte er den FC Basel ins Champions-League-Achtelfinale.

Eine weitere Option wäre Michael Schjønberg, spätestens seit seiner überragenden Meistersaison beim FCK 1997/98 einer der Helden bei vielen Fans . Der Däne, nach seiner aktiven Zeit beim FCK auch kurzfristig als Sportdirektor im Amt, ist nach seiner letzten Trainertätigkeit beim dänischen Zweitligisten FC Svendborg mittlerweile als Lehrer für schwer erziehbare Kinder in Odense tätig.

Eines aber müssten alle genannten und auch nichtgenannten Kandidaten mitbringen: die Bereitschaft, eine fast aussichtslose Aufgabe anzugehen. Es bleibt auf jeden Fall spannend, wen FCK Sportdirektor Boris Notzon in Kürze als Meier-Nachfolger präsentieren wird.