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2. Bundesliga | 1. FC Kaiserslautern Neue Hoffnung dank Strasser und Andersson

Der Befreiungsschlag ist gelungen: Durch das 3:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth gelang dem 1. FC Kaiserslautern am neunten Spieltag der 2. Bundesliga der erste Sieg, gleichzeitig gaben die Pfälzer die Rote Laterne ab. Protagonisten des Erfolgs waren der neue FCK-Trainer Jeff Strasser sowie Dreifach-Torschütze Sebastian Andersson.

FCK-Stürmer Sebastian Andersson traf drei mal gegen Greuther Fürth

FCK-Stürmer Sebastian Andersson traf drei mal gegen Greuther Fürth

Es war der perfekte Einstand für Strasser: Premieren-Sieg, drei Treffer (genau so viele hatte der FCK in den acht Saisonspielen zuvor überhaupt nur erzielt), erstmals kein Gegentor kassiert. Dementsprechend groß war die Erleichterung beim FCK-Coach. "Wir haben mit dem ganzen Trainer-Team hart gearbeitet, um in die Köpfe der Spieler zu kommen. Innerhalb kürzester Zeit mussten wir dann auch drei verletzungsbedingte Ausfälle kompensieren und deswegen das System umstellen. Da kam vieles zusammen, aber man hat gesehen, dass die Mannschaft das annimmt. Das ist wichtig: Man kann mit dieser Mannschaft arbeiten", sagte Strasser dem SWR.

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Wichtig sei es gewesen, so der Luxemburger weiter, das Selbstvertrauen seiner Spieler aufzubauen. "Wir wollten, dass die Jungs Sicherheit verspüren. Dass sie wissen, dass sie für harte Arbeit belohnt werden", sagte der Ex-Profi. Gegenüber dem "kicker" verdeutlichte Strasser, dass seine Spieler mit breiter Brust auf den Platz gegangen waren: "Man hat es schon vor dem Spiel gesehen. Der Blick der Spieler hat sich innerhalb von zwei Tagen geändert. Das war für mich ein positives Signal."

Der FCK-Trumpf sticht

Die taktische Ausrichtung, die Strasser seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben hatte, basierte auf einer defensiven Grund-Ordnung. Fünfer-Abwehrkette, zwei Sechser. "Es ging darum, dass wir der Mannschaft durch Kompaktheit Sicherheit vermitteln wollten", begründete Strasser die Aufstellung. Ein Schachzug, der aufging. Auch, weil der FCK vorne mit Sebastian Andersson einen Trumpf hatte, der stach.

"Wir müssen wieder an uns glauben"

Mit seinen drei Toren in der 71., 74. und 80. Minute war der Schwede auf dem Betzenberg neben Coach Strasser der Mann des Abends. "Vielleicht war das heute ein Wendepunkt", freute sich der Stürmer nach seinem Hattrick: "Das war sehr befreiend und sehr wichtig für das Selbstvertrauen. Wir müssen wieder an uns glauben."

Doch der Erfolg gegen Fürth kann für den FCK nur der Anfang gewesen sein. Der Klub steht immer noch tief im Tabellenkeller. "Wir freuen uns über den Sieg, aber wir werden jetzt keine Freudentänze machen", sagte Strasser deshalb. "Es geht jetzt darum, die Länderspielpause zu nutzen, hart zu arbeiten und die Mannschaft besser kennenzulernen." Nächster Gegner in der 2. Bundesliga ist am 13. Oktober auswärts der FC St. Pauli. Und bereits dann sollten die Roten Teufel nachlegen.