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2. Bundesliga | 1. FC Kaiserslautern Lage für den FCK wird immer bedrohlicher

Der Befreiungsschlag ist ausgeblieben: Der 1. FC Kaiserslautern kam am 13. Spieltag der 2. Bundesliga vor heimischer Kulisse nicht über ein torloses Remis gegen den VfL Bochum hinaus. Die Lage für die Roten Teufel wird immer bedrohlicher.

Die Spieler des 1. FC Kaiserslautern bedanken sich bei ihren Fans für die Unterstützung

Die Spieler des 1. FC Kaiserslautern bedanken sich bei ihren Fans für die Unterstützung

Es war für den FCK fünfte Pflichtspiel in Folge ohne Sieg. Der Effekt des Trainer-Wechsels scheint verpufft. Neu-Coach Jeff Strasser, der mit den Pfälzern vier Punkten aus seinen ersten beiden Spielen holen konnte, scheint derzeit genau wie seine Mannschaft vom Glück verlassen zu sein. Kaiserslautern liegt nach bereits 13 Spielen abgeschlagen auf dem letzten Platz der 2. Liga. Der Rückstand auf Relegationsrang 16, der derzeit vier Punkte beträgt, könnte sich am Wochenende bei entsprechenden Ergebnissen der Konkurrenz noch vergrößern.

Strasser gibt sich kämpferisch

Trotz der prekären Lage gibt sich Strasser kämpferisch: "Mir hat der Einsatz und die Einstellung meiner Mannschaft gut gefallen. Wir haben es allerdings versäumt, uns zu belohnen. Die Torgelegenheiten, die wir hatten, hätten wir in Tore umsetzen müssen."


Der Luxemburger Trainer will die Länderspielpause nutzen, um insbesondere im Angriff Fortschritte zu erzielen. "Wir werden daran arbeiten, unser Offensivspiel zu intensivieren und unsere Automatismen zu verbessern", so Strasser.

Auch Torhüter Marius Müller war bestrebt, etwas positives aus der Nullnummer gegen Bochum zu ziehen. "Wir haben endlich mal kein Gegentor zugelassen, das war sehr wichtig für uns in der aktuellen Situation", sagte Müller: "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und hätten drei Punkte holen müssen."


Dennoch ist die Lage beim FCK äußerst düster. Zu Beginn der Woche hatte die Mannschaft die Fans in einem offenen Brief um Unterstützung gebeten. Doch gegen den VfL besuchten gerade einmal 19.086 Zuschauer das Fritz-Walter-Stadion. Zum zweiten Saisonsieg reichte es auch gegen die selbst verunsicherten Bochumer nicht, die nun ihrerseits seit vier Pflichtspielen auf einen Sieg warten.

Fans stellen Vorstände zur Rede

Wie angespannt die Lage beim FCK ist, zeigte sich auch nach der Partie. Rund 70 Fans blockierten nach dem Spiel für etwa 25 Minuten die Ausfahrt des Spielerparkplatzes und stellten die Vorstände Thomas Gries und Michael Klatt sowie Sportdirektor Boris Notzon zur Rede.

Im Winter sollen Verstärkungen kommen

Notzon kündigte auch an, dass man sich im Winter personell verstärken wolle. "Wir müssen in der Offensive einfach mehr Durchschlagskraft entwickeln", sagte der Sportdirektor: "Das ist ein Thema für die Winterpause." Dem FCK gelangen erst acht Treffer in den 13 Spielen.

Und auch die nächsten Aufgaben haben es für den viermaligen Deutschen Meister in sich. Nächste Woche reisen die Roten Teufel zu Dynamo Dresden, danach kommt Arminia Bielefeld auf den Kaiserslauterer Betzenberg. Sollen beim FCK nicht frühzeitig die Lichter ausgehen, muss jetzt unbedingt gepunktet werden.

Programm-Tipp: Die Höhepunkte des Spiels 1. FC Kaiserslautern gegen den VfL Bochum sehen Sie am Sonntag ab 22.05 Uhr in Flutlicht im SWR Fernsehen RP.