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2. Bundesliga | 1. FC Kaiserslautern Jeff Strasser - Der Retter aus Luxemburg?

Mit dem Luxemburger Jeff Strasser kommt wieder mal ein Trainer mit FCK-Vergangenheit an den Betzenberg. Der 42-Jährige Ex-Profi wurde am Mittwoch in einer Pressekonferenz vorgestellt.


Die Rückkehr in die frühere Heimat fühlt sich für den ehemaligen FCK-Profi an, als wäre er nie weg gewesen. "Wieder beim FCK zu sein ist wie nach Hause zu kommen. Ich habe mich auf dem Betze immer wohl gefühlt", sagt Jeff Strasser. Aber auch ihm dürfte nicht entgangen sein, dass die Realität 2017 eine andere ist als etwa 1999. Heute ist das Areal um das Fritz-Walter-Stadion keine Wohlfühloase mehr. Stattdessen geht es um die nackte Existenz und Strasser ist nun derjenige, der das Überleben sichern soll. Dessen ist sich der neue Hoffnungsträger voll bewusst: "Ich glaube an diese Mannschaft um mit den Fans im Rücken ist diese Mannschaft in der Lage, viel zu leisten und kann auf jeden Fall bessere Resultate erzielen, als das in den letzten Wochen der Fall war."

Trainer mit Stallgeruch

Die ganz große Erfahrung bringt Strasser nicht mit. Seine Referenz ist seine Tätigkeit als Cheftrainer beim CS Fola Esch, mit dem er zweimal luxemburgischer Meister wurde. Aber er absolvierte auch mit Julian Nagelsmann und Domenico Tedesco den Trainerlehrgang und galt früher als Vorzeigeprofi mit vorbildlicher Einstellung. FCK-Spotdirektor Boris Notzon ist sich sicher, mit Strasser eine gute Wahl getroffen zu haben: "Er weiß aufgrund seiner langjährigen Vergangenheit beim FCK ganz genau, welche Eigenschaften am Betzenberg gefragt sind. Er kennt den Verein, das Umfeld und viele der handelnden Personen und hat die Betze-Tugenden als Spieler selbst auf den Platz gebracht.“


Erfolg ist Kopfsache

Strasser sieht die neue Aufgabe auch als Chance:“ Der FCK hat mir damals als Spieler die Tür zur Bundesliga geöffnet und heute tut er es wieder als Trainer. Das möchte ich mit Leistung zurückzahlen.“ Der FCK benötigt jetzt den schnellen Erfolg, am besten schon am Freitag im Heimspiel gegen Greuther Fürth (18.30 Uhr).

Danach kann Strasser in der Länderspielpause auch im Training einen Neuanfang einleiten. Kurzfristig ist der Luxemburger vor allem als Psychologe gefragt: "Wir müssen der Mannschaft jetzt ihre Stärken aufzeigen und alle an einem Strang ziehen. Die Fans und alle Spieler müssen sich jetzt mit ihren Qualitäten einbringen." Worte, die man in Kaiserslautern schon oft gehört hat. Aber was soll Strasser auch sonst sagen. Es müssen jetzt eben auch die Taten folgen.

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