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2. Bundesliga | 1. FC Heidenheim Gemeinsam im Abstiegskampf

Acht Punkte aus zehn Spielen - das reicht aktuell nur für Platz 16 der 2. Bundesliga. Die Situation wird beim 1. FC Heidenheim zwar nicht schön geredet, aber Panik bricht auf der Ostalb trotzdem nicht aus. Im Gegenteil - der Zusammenhalt wird beschworen.

DAS Gesicht des 1. FC Heidenheim: Trainer Frank Schmidt (li.) und Kapitän Marc Schnatterer

DAS Gesicht des 1. FC Heidenheim: Trainer Frank Schmidt (li.) und Kapitän Marc Schnatterer

Mit seinen 1,90 Meter Körpergröße ist Frank Schmidt ohnehin eine imposante Erscheinung. Trotz eines Lächelns auf den Lippen strahlt der Heidenheimer Trainer zudem Autorität aus. Und in diesen Tagen wahrscheinlich noch wichtiger: Er strahlt auch Glaubhaftigkeit aus. "Wir nehmen die Situation so an und reden es nicht schön", sagte der FCH-Coach dem SWR.

Das schätzen auch die meisten Menschen in Heidenheim. Deshalb wird der Gang zum Bäcker für Frank Schmidt auch in seinem elften Trainerjahr beim 1. FCH trotz Krise nicht zum Spießrutenlauf. Frei nach dem Motto "in guten wie in schlechten Zeiten". "Das ist natürlich der Kredit, den wir uns über die Jahre erarbeitet haben", freute sich Schmidt. Umso wichtiger ist es Trainer und Spielern jetzt, so schnell wie möglich Stabiliät zurück zu gewinnen. "Wir haben noch kein Spiel zu Null gespielt. Vor einem Jahr waren wir die beste Abwehr", sagt Schmidt selbstkritisch.

Frank Schmidt beschwört die Einheit

Seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga ist es die erste große Krise zu einem so frühen Zeitpunkt in der Saison. Eine komplett neue Situation. Frank Schmidt ist überzeugt: "Als Einheit werden wir die Situation meistern!". Kritische Kommentare von Außen nimmt er wahr, aber er hat bei seiner Arbeit weiter die absolute Unterstützung von der Vereinsspitze.

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Fußball | 1. FC Heidenheim

"Habe die volle Unterstützung im Verein"

Es kriselt beim 1. FC Heidenheim. Der schwierigen sportlichen Situation ist sich Trainer Frank Schmidt bewusst. Doch seine Position sieht er nicht als bedroht.

Für Schnatterer ist Heidenheim eine Mission

Und er hat Marc Schnatterer. Seinen Kapitän, der in seiner zehnten Saison neben Schmidt längst DAS Gesicht des 1. FC Heidenheim ist. Wie Schmidt ist er mit Leib und Seele dabei. In guten wie in schlechten Zeiten eben: "Heidenheim ist für mich nicht nur mein Job, es ist meine Heimat. Ich werde weiter vorweg gehen, denn ich will in der 2. Liga bleiben!."

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Fußball | 1. FC Heidenheim

Heidenheim ist Marc Schnatterers Zuhause

Genau wie Trainer Frank Schmidt ist auch Marc Schnatterer, der Kapitän, beim 1. FC Heidenheim nicht weg zu denken. In der aktuellen Krise hofft der Spielführer, sein Team mitziehen zu können.

Dass das nicht nur naive Worthülsen sind, macht Schnatterer deutlich, wenn er leidenschaftlich aber realistisch über die aktuelle Situation spricht: "Der Kampf um den Klassenverbleib kann sich hinziehen, da muss sich jeder drüber bewusst sein!"

Leidenschaftlicher Appell von Schnatterer

Als vor kurzem wieder n, reagierten viele in Fußball-Deutschland verwundert. Fan-Ärger auf der idyllischen Ostalb? Was inzwischen Normalität bei vielen Profi-Klubs ist, durfte in Heidenheim nicht sein. Es brodelt schon seit letzter Saison. Aber noch ist der Konflikt nicht geklärt. Gespräche sind erstmal auf Eis gelegt.

Eine Situation, die Marc Schnatterer inzwischen sichtlich nervt. Immer wieder hat er das Gespräch gesucht. Jetzt redet er Klartext: "Wir kommen nur zusammen aus der Bredoullie. Jeder der Lust darauf hat, Spieler, Mitarbeiter oder Fan, soll helfen die Klasse zu halten. Wir müssen uns gegenseitig helfen! Wer nur negativ eingestellt ist, hilft jetzt nicht!"

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Fußball | 1. FC Heidenheim

"Wir müssen alle an einem Strang ziehen"

Marc Schnatterer, der Kapitän des 1. FC Heidenheim, hofft gemeinsam mit Allen, die dem Verein nahestehen, die aktuelle Situation bewältigen zu können.

Heidenheim soll eins bleiben. Und damit den vielen Worten auch wieder Taten folgen, ergreift Trainer Frank Schmidt noch einmal das Wort. Der Mann, der Probleme als Herausforderung sieht. Der Mann, dessen Zuversicht vor dem Auswärtsspiel in Ingolstadt am Freitag um 18.30 Uhr vom Trainingsplatz ins Städtchen rüber schwappt. Wenn er Sätze sagt wie diesen: "Hey, ich habe auch was Positives parat! Wir haben gegen Kiel (3:5) drei Tore geschossen. Wenn wir das in Ingolstadt schaffen, bin ich mir relativ sicher, dass wir auch Punkte mitnehmen werden!"

Von Julia Metzner