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2. Bundesliga | 1. FC Kaiserslautern "Fußball ist ganz einfach, aber…"

Pavel Kuka war einst Publikumsliebling beim 1. FC Kaiserslautern. "Fußball wird gespielt für die Fans, da muss man irgendwie Herz haben", erklärte er in der SWR-Sendung "Flutlicht". Der Auftritt seines FCK gegen Arminia Bielefeld bereitet Kuka allerdings Sorgen.


Vom Heimspiel der Roten Teufel gegen die Westfalen hatte sich Kuka mehr erwartet. Bei der 0:2-Niederlage im Fritz-Walter-Stadion fehlte es dem FCK für den ehemaligen Torjäger an allen Ecken und Enden: "Kein Druck nach vorne, zu wenig Qualität und nicht mehr als zwei Torschüsse", sagte Kuka. Außerdem vermisste der Tscheche die absoluten Basics, wie zum Beispiel eine erkennbare Grundordnung, die es braucht, um Fußballspiele zu gewinnen. Ja, Fußball könnte so einfach sein. Dessen ist sich auch Kuka bewusst.

Tschechischer Torriecher

Wenn es nach den FCK-Fans ginge, dann würde der 49-Jährige auch heute noch auf Torejagd am Betzenberg gehen. In einer tschechischen Amateurliga hat Kuka bisher schon 10 Tore erzielt – so viel wie der FCK als Mannschaft in dieser Saison. Jedoch hat der Mittelstürmer klare Vorstellungen davon, wie er seine Karriere ausklingen lässt: "Ich trainiere nicht und spiele nur am Wochenende. Meistens sogar nur bei Heimspielen". Die Mannschaft von Jeff Strasser kann sich also nicht auf die Qualitäten eines seiner Meisterhelden von 98 verlassen.

Das Herz hängt am FCK

Kukas Unterstützung haben die Pfälzer natürlich gewiss. Der Tscheche erzählt, dass er beim FCK "die schönsten Fußballjahre" seines Lebens hatte. DFB-Pokalsieger 1996 und die deutsche Meisterschaft als Aufsteiger mit Otto Rehhagel 1998, das waren glorreiche Momente in der Karriere des tschechischen Nationalspielers. Dass der Fußball wieder so einfach ist, wie er für die Roten Teufel damals war, wünscht man sich am Betzenberg. Auch Pavel Kuka wäre damit sicherlich einverstanden.