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2. Bundesliga | VfB Stuttgart Der VfB steigt als Zweitliga-Meister auf

Die Rückkehr ins Oberhaus ist geglückt: Der VfB Stuttgart feiert durch einen 4:1 (1:0)-Sieg gegen Würzburg die Bundesliga-Rückkehr. Daniel Ginczek avancierte zum Match-Winner beim Meisterstück.

Ramba-Zamba und Halli-Galli: Der VfB Stuttgart außer Rand und Band

Ramba-Zamba und Halli-Galli: Der VfB Stuttgart außer Rand und Band

Bestes Wetter, beste Stimmung, beste Atmosphäre mit knapp 60.000 im Stadion - es war alles angerichtet für einen großen Tag in Stuttgart. Im Vergleich zur 0:1-Niederlage in Hannover stellte VfB-Trainer Hannes Wolf zwei Mal um: Daniel Ginczek und Matthias Zimmermann ersetzten Florian Klein und Ebenezer Ofori. Doppelte Offensivpower also für den Aufstieg.

Die Gäste aus Würzburg, die einen Sieg für den Klassenerhalt benötigten, legten mutig los. Nach elf Minuten gab es die große Doppelchance für die Kickers: Peter Kurzweg prüfte Mitch Langerak, der mit einer starken Fußabwehr reagierte. Auch den Nachschuss von Nejmeddin Daghfous parierte der Australier herausragend.

Zimmermann in Hammer-Manier zum 1:0

Der VfB tat sich zunächst erstaunlich schwer, ging nach 32 Minuten aber in Führung - und wie: Nachdem Simon Terodde allein aufs Tor zulief, sein Querpass aber völlig misslang, schnappte sich Ginczek rechts im Strafraum den Ball. Der Stürmer bewies Übersicht und legte die Kugel zurück an die Strafraumgrenze zu Zimmermann. Der 24-Jährige zögerte keine Sekunde und jagte den Ball per Vollspann in den linken Winkel.

Saftig in den Winkel: Matthias Zimmermanns 1:0 für den VfB nach 32 Minuten

Saftig in den Winkel: Matthias Zimmermanns 1:0 für den VfB nach 32 Minuten

Zimmermanns Strahl war durchaus vergleichbar mit dem Meistertor von Thomas Hitzlspergerger 2007. Kurz vor der Pause kamen die Würzburger nochmal: Daghfous prüfte Langerak per Fernschuss. Die anschließende Ecke köpfte Kurzweg den Ball in Langeraks Arme. Mit einer knappen VfB-Führung ging es in die Kabine.

Ginczek auf Terodde - 2:0

Nach der Pause hatte der VfB durch Terodde mehrfach die Chance auf 2:0 zu erhöhen. Bei der größten Chance schoss der 23-Tore-Mann aus sieben Meter am Tor vorbei. Kurz danach machte es der Knipser besser: Nachdem sich Neumann verschätzte, leitete Terodde per Kopf in den Lauf von Daniel Ginczek weiter. Vor Würzburgs Keeper Siebenhandl legte Ginczek quer, Terodde musste nur noch einschieben. 2:0 für den VfB Stuttgart - die Entscheidung.

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Fußball | 2. Bundesliga

Saison-Rückblick des VfB Stuttgart

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Der VfB Stuttgart musste den bitteren Gang in die 2. Liga antreten. Erstmals seit 1977 ist der VfB nicht mehr erstklassig.

Der VfB Stuttgart musste den bitteren Gang in die 2. Liga antreten. Erstmals seit 1977 ist der VfB nicht mehr erstklassig.

Neu im Sturm: Simon Terodde der vom VfL Bochum kam - und bereits dort zum Top-Torjäger der 2.Liga wurde.

Auftaktsieg vor ausverkauftem Haus. Mit einem 2:1 Sieg gegen St. Pauli startete der Verein in die Saison 16/17. Schwieriger Einstand in die 2. Bundesliga mit glücklichem Ausgang für den VfB.

Erstes Auswärtsspiel am dritten Spieltag in Sandhausen. Allzu fremd fühlten sich die Jungs aus Cannstatt allerdings nicht, denn gut die Hälfte der 14.000 Zuschauer hielt zum VfB. Die Begegnung war das historisch erste Aufeinandertreffen zwischen dem VfB Stuttgart und dem SV Sandhausen in der 2. Liga. Es endete mit einem 2:1 Sieg für den VfB.

Erst knisterte es zwischen Sportvorstand Jan Schindelmeiser und Trainer Jos Luhukay. Dann verließ der Niederländer nach nur 4 Spieltagen den Verein.

Und es kam ein Jugendtrainer: Der ehemalige U19-Trainer von Borussia Dortmund, Hannes Wolf. Er war zu dem Zeitpunkt gerade einmal 35 Jahre alt.

Der erste Sieg im ersten Heimspiel: VfB-Trainer Hannes Wolf feiert mit seinem Team ein 4:0 gegen Greuther Fürth.

Die Saison sollte kein Durchmarsch werden. In Dresden gab es eine herbe Niederlage: Die Mannschaft kam mit einem 0:5 ernüchtert aus Sachsen zurück.

Doch die Höhepunkte folgten wieder. Derbysieger! Der VfB gewann das erste Baden-Württemberg-Derby seit dem Jahr 2009 in Karlsruhe. Die Mannschaft feierte ihren Sieg mit 3.000 mitgereisten Fans. 

Im letzten Spiel vor Weihnachten dann nochmal eine kalte Dusche: Nach einer 0:3 Niederlage in Würzburg beendete der VfB Stuttgart die Hinrunde der 2. Liga als Tabellendritter.

Im Januar ging es in die Rückrunde: Im ersten Spiel sicherten sich die Schwaben den ersten Sieg im neuen Jahr bei St. Pauli mit 1:0.

Und dann holte sich der VfB Stuttgart die Tabellenspitze mit einem 2:0 gegen Düsseldorf zurück. Terodde, Grgic, Asano, Green und Gentner bei der Rudelbildung.

Es lief gut beim VfB - und dann lief Kevin Großkreutz in eine Faust. Nach einem feuchtfröhlichen Ausflug in der Stuttgarter Innenstadt gab es von beiden Seiten ein Einvernehmen: Und zwar darüber, das Kevin Großkreutz den Verein verlässt. Bei der Abschieds-Pressekonferenz flossen die Tränen

Der negative Höhepunkt der Saison: Das Derby gegen den Karlsruher SC. Beim Hochrisikospiel waren mehr als 1000 Polizisten im Einsatz. Das Spiel musste unterbrochen werden, weil im KSC-Block Nebelkerzen, Pyrotechnik und Raketen gezündet wurden. Der VfB gewann am Ende mit 2:0.

Torgarant Simon Terodde entwickelt sich zum wichtigsten Stürmer der Schwaben. Nach 32. Spieltagen hatte er bereits 23 Tore auf dem Konto.

In der 2. Liga war die Stimmung durchweg besser als im Oberhaus. Mit einem Durchschnitt von mehr als 50.000 Fans wird der VfB eine neue Zuschauer-Bestmarke in der 2. Bundesliga aufstellen.

Der wurde nämlich erst am 34. Spieltag der Saison perfekt gemacht. Der VfB gewann im letzten Saisonspiel zu Hause gegen die Würzburger Kickers mit 4:1 und sicherte sich die Meisterschaft in der 2. Bundesliga. Würzburg stieg ab, der VfB durfte die Rückkehr in die Bundesliga feiern.

Aufstieg als Zweitliga-Champion

Würzburg schaffte durch Tobias Schröck nach 78 Minuten zwar den 1:2-Anschluss für die Kickers, doch Terodde machte die 25 voll und traf postwendend in der 80. Minute zum 3:1 für Stuttgart. Kurz vor Schluss krönte Ginczek seinen überragenden Tag, als er einen Ball Volley über Siebenhandl hinweg zum 4:1 ins Gehäuse schoss.

Die Schwaben schaffen damit als Zweitliga-Champion den finalen Schritt zurück Richtung Oberhaus. Der VfB Stuttgart spielt nächste Saison wieder in der Bundesliga, die Würzburger Kickers steigen in die 3. Liga ab.

0:22 min

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