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2. Bundesliga | 1. FC Kaiserslautern Ausgliederung der Profiabteilung noch diese Saison?

Der 1. FC Kaiserslautern will seine Profiabteilung noch in dieser Saison in eine GmbH & Co KG auf Aktien ausgliedern. Das sagte der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Thomas Gries, in einem Pressegespräch.

Die Profis des 1. FC Kaiserslautern hatten zuletzt nur selten Grund zum jubeln

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Der Vorstand sei gerade dabei, alles für die Ausgliederung vorzubereiten. Es habe bereits Gespräche mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem Finanzamt dazu gegeben. Voraussichtlich im neuen Jahr soll es dann eine außerordentliche Versammlung geben, auf der die Mitglieder über die Ausgliederung abstimmen. Dazu ist eine Mehrheit von drei Vierteln nötig.

Vier-Säulen-Modell vorgesehen

Der Vereinsvorstand will die Mitglieder mit einem Vier-Säulen-Modell von der Ausgliederung überzeugen: Die erste Säule sind die Fans. Sie sollen in einem gewissen, noch nicht näher definierten, Rahmen beteiligt werden. Die zweite Säule sollen nach Angaben von Gries regionale Sponsoren bilden. Die dritte Säule soll aus einem sogenannten großen Ankerinvestor bestehen, der eine größere Summe einbringt. Und die vierte Säule könnte ein stiller Gesellschafter sein.

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Thomas Gries, der Vorstandsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern, äußert sich bei SWR-Reporter Jürgen Schmidt zum Stand der Verhandlungen mit einem Investor für den 1. FCK.


Diese Pläne will der Vorstand des FCK ab der kommenden Woche auch den Fans und Mitgliedern des Vereins vorstellen. Dazu wird es neben einer extra eingerichteten Internetseite auch Veranstaltungen in den verschiedenen Fanregionen geben.

Fankultur für die DNA des FCK unerlässlich

Für die beiden Vorstände des 1. FC Kaiserslautern – Thomas Gries und Michael Klatt - ist nach eigenen Angaben die Ausgliederung aller Mannschaften ab der U17 der einzig gangbare Weg, um den strauchelnden Verein langfristig wieder auf Kurs zu bringen. Es sei ihnen aber wichtig, das Kulturerbe des Vereins zu erhalten. Die Fankultur sei für die DNA des FCK unerlässlich, sagte Finanzvorstand Michael Klatt.

Im Falle einer erfolgreichen Ausgliederung sei gewährleistet, dass der oder die Investoren nicht die Kontrolle über den FCK übernehmen könnten, so die Vorstände. Die Struktur werde entsprechend angelegt. Dazu sei aber auch ein starker Aufsichtsrat nötig, der die Rechte des Klubs gegenüber einem Investor einfordert und vertritt.

Von SWR-Reporterin Sina Weber

Programm-Tipp: Am nächsten Sonntag geht es in Flutlicht im SWR Fernsehen RP um den 1. FC Kaiserslautern. Titel der Sendung ist: "Wer rettet den FCK?" Zu Gast ist der FCK-Vorstandschef Thomas Gries.