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1899 Hoffenheim | Transfer Nagelsmann will "frisches Blut"

Trainer Julian Nagelsmann will den Kader des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim noch um "fünf, sechs weitere Spieler" ergänzen - für die Neuen aber keine Unsummen
ausgeben.

Julian Nagelsmann

Julian Nagelsmann will genau wissen, wie die Spieler ticken

"Wir machen keine großen Sprünge, weil wir den Stamm an Spielern haben, die eine gewisse Vergütung kassieren", wird Nagelsmann im Vereinsmagazin der TSG zitiert: "Da kannst du Neuzugänge nicht exorbitant anders bezahlen. Sonst kriegst du Unruhe."

Positive Unruhe erhofft sich der 29-Jährige hingegen sportlich durch die neuen Spieler. "Es ist immer gut, wenn frisches Blut reinkommt", sagte Nagelsmann, der mit seinem Team in der zurückliegenden Saison den vierten Platz und damit die Teilnahme an den Play-offs zur Champions League erreicht hatte: "Neue Spieler sind wissbegierig, saugen die Dinge auf und sorgen in der Gruppe auch noch einmal für Furore."

Ohne Vier-Augen-Gespräch läuft nichts

Die Gehaltsverhandlungen überlässt er Sportdirektor Alexander Rosen, da er auch "gar nicht wissen will, was meine Spieler verdienen. Das beeinflusst Dich in Deiner Wertung auch ein Stück weit". Dennoch ist es dem Trainer sehr wichtig, bei den Gesprächen dabei zu sein: "Beim letzten Vier-Augen-Gespräch vor der Verpflichtung will ich die Spieler besser kennenlernen und die mich natürlich auch. Sich gegenüberzusitzen ist schon noch einmal etwas anderes als Telefonate. Ohne das Vier-Augen-Gespräch verpflichte ich keinen Spieler."

Psychisches Fundament

Nagelsmanns Vorfreude auf den europäischen Wettbewerb ist groß, auch wenn er zu Änderungen im Trainingsbetrieb führt: "Die Playoff-Runden der Champions League und der Pokal, da musst du schon gucken, dass du direkt voll da bist. Wir werden mit den taktischen Elementen etwas früher beginnen." Dabei werde verstärkt mit Videos gearbeitet werden. Neben der sportlichen Stärke soll auch die ausgeprägte zwischenmenschliche Harmonie des Teams in die neue Spielzeit übertragen werden: "Es ist das Wichtigste, dass es ein psychisches Fundament gibt, auf dem die Jungs ihre Lust und ihre Gier auf den Sport entwickeln."