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1. FC Kaiserslautern | Rücktritt Uwe Stöver geht von Bord

Vor einem Jahr war Uwe Stöver als Sportdirektor zum FCK gekommen. Er sollte den Klub sportlich auf Kurs bringen. Doch nach einer Saison im Zeichen des Abstiegskampfs ist die Bilanz bescheiden. Jetzt gibt Uwe Stöver nach nur einem Jahr den Job auf.

Uwe Stöver

Uwe Stöver verabschiedet sich vom FCK

Nach einer nervenaufreibenden Saison, in der der 1. FC Kaiserslautern fast ständig am Rande des Abstiegs stand und der Klassenerhalt erst am letzten Spieltag sicher war, sollte eigentlich alles besser werden. Nun hat der FCK nach dem Abgang seines Sportdirektors allerdings schon die nächste Baustelle. Mitten in den Kaderplanungen für die neue Saison verlässt Sportdirektor Uwe Stöver den Verein auf eigenen Wunsch zum 30. Juni.

Über die Gründe für seinen Entschluss hält sich Stöver eher bedeckt. Zwischen den Zeilen lässt er allerdings durchblicken, was ihn zu diesem Schritt veranlasst haben könnte: Der scheidende FCK-Sportdirektor Uwe Stöver kritisiert Teile des Aufsichtsrates des Vereins. Er habe aus der Richtung keinen Rückhalt gespürt. Mitte Februar hatten einige Mitglieder des Aufsichtsrates versucht, einen Sportvorstand zu installieren - der wäre dann Stövers Chef geworden. Seitdem sei die Entscheidung gereift, den Verein zu verlassen, sagte Stöver dem SWR.

Stöver hat gelitten

Damit ist klar, dass die damalige geplante Beförderung von Mathias Abel zum ehrenamtlichen Sportvorstand durch den Aufsichtsrat bei Stöver Spuren hinterlassen hat. Zumal nach dem gesicherten Klassenerhalt erneut das Thema eines Sportvorstandes auf den Tisch kam. Diese Entmachtung und das damit verbundene Misstrauen gaben wohl den Ausschlag für den Rücktritt.

Was Stöver aus Gründen der Loyalität nicht sagt, aber was auch eine Rolle gespielt haben könnte: Die finanzielle Situation, um einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen, ist keinesfalls besser geworden. Uwe Stöver hat im Abstiegskampf sichtbar gelitten. Gut vorstellbar, dass er nicht den Sündenbock abgeben wollte, falls es in der kommenden Saison ähnlich schlecht läuft.

FCK-Vorstandschef Thomas Gries meint jedoch, das Budget hätte bei Stövers Abgang keine Rolle gespielt.


Sportausschuss als Interimslösung

FCK-Vorstandschef Thomas Gries sagte dem SWR, dass man versucht habe, Stöver noch umzustimmen. Doch Ende des Monats ist definitiv Schluss. Während ab sofort ein Nachfolger für Stöver gesucht wird, soll sich gleichzeitig ein kurzfristig einberufener "Sportausschuss" um die anstehenden Spielertransfers kümmern. Die beiden Vorstände Thomas Gries und Michael Klatt sowie die Aufsichtsratsmitglieder Mathias Abel und Ottmar Frenger, dazu der Chef des Nachwuchsleistungszentrums Manfred Paula und Chefscout Boris Notzon müssen nun in dieser wichtigen Phase wegweisende Entscheidungen für die neue Saison treffen – und am Ende dann auch die Verantwortung dafür übernehmen.

Welche Folgen hat der Abgang von Uwe Stöver?