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SENDETERMIN Sa, 14.7.2018 | 8:30 Uhr | SWR Fernsehen

Asien: Sri Lanka Anuradhapura

Stadt des Glaubens

Anuradhapura, eine antike Stadt, die lange im Dschungel versteckt und vergessen war. Im vierten Jahrhundert vor Christus gegründet, entwickelte sie sich zum religiösen und politischen Zentrum, war mehr als tausend Jahre Königssitz der Insel Sri Lanka.

Buddhastatue sitzend unter dem Bodhi Baum

Buddhastatue unter dem heiligen Bodhi-Baum.

Zentrum der Stadt war der heilige Bodhi-Baum, ein Ableger jenes Pappel-Feigen-Baumes in Indien, unter dem Siddhartha Gautama seine Erleuchtung erfahren hat und zu Buddha wurde. Um dieses Zentrum wurden buddhistische Klöster und Wohnanlagen für die Mönche gebaut, Stupas und Tempel errichtet.

Man geht davon aus, dass damals in Anuradhapura bereits über 100 000 Menschen lebten, hochzivilisiert und modern, auf einer Fläche von über 40 Quadratkilometern. Für die Wasserversorgung dieser Trockenregion im Norden Sri Lankas wurden künstliche Seen angelegt, die den Monsunregen speicherten und die Bewässerung der Reisfelder regulierbar machten. Anuradhapura war eine blühende antike Metropole – bis sie im 11. Jahrhundert nach verlorenem Krieg aufgegeben und verlassen wurde.

Nur der Bodhi-Baum, die Wurzel des buddhistischen Glaubens in Sri Lanka, wurde gepflegt und geschützt. Er gilt als der älteste historisch dokumentierte Baum der Welt und ist bis heute das Ziel vieler Pilger. Die antiken Stadtruinen, Monumente und Klöster werden seit mehr als 100 Jahren erforscht, freigelegt und restauriert.

Aber noch gibt diese archäologische Stätte einer frühen buddhistischen Zivilisation viele Rätsel auf.


Daten & Fakten

Kulturdenkmal: Heilige Stadt Anuradhapura

Unesco-Ernennung: 1982

250 v. Chr. - 1017 Hauptstadt des singalesischen Königreiches, dann "im Dschungel" vergessen

um 1820 durch britische Expedition wiederentdeckt

1890 archäologische Ausgrabungen

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