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SENDETERMIN So, 9.9.2018 | 19:40 Uhr | 3sat

Australien: Neuseeland Tongariro

Der heilige Berg

Der Park hat drei Vulkane, Tongariro, Ngauruhoe und den Ruapehu. Er ist immer noch aktiv und brach zuletzt am 23. September 1995 aus. Die Maori landeten in Neuseeland vor cirka 1500 Jahren.

Der Tongariro erhebt sich

Majestätisch erheben sie die Vulkane des Tongariro Nationalparks auf der Nordinsel Neuseelands.

Der Legende nach kam Häuptling Ngatoroirangi auf der Mitte der Nordinsel des heutigen Neuseelands an Land. Um Anspruch auf das Land um den Tongariro zu erheben, musste Ngatoroirangi auf seiner Spitze ein Feuer entzünden. Von seiner weiblichen Sklavin Auruhoe begleitet machte er sich an den Aufstieg. Ein eisiger Südwind zog auf und die schneidende Kälte drohte sie zu töten. Ngatoroirangi rief seine Schwestern, Priesterinnen im entfernten Hawaiki, ihm Feuer zu senden. Die Schwestern schickten ein Feuer das am Ngatoroirangi ausbrach. Um seinen Schwestern und dem Gott der Vulkane zu danken, opferte Ngatoroirangi Auruhoe und warf ihren Körper in den Vulkan, der auch heute noch ihren Namen trägt: Ngauruhoe.

Der heilige Berg der Tuwharetoa

Gebäude am Fuße des Tongariro

Hotel Chateau Tongariro

Seit vor 200 Jahren die ersten Weißen in "Aotearoa", dem Land der langen, weißen Wolke', landeten, bedrohen Kahlschlag und Schafzucht den heiligen Berg. Für den Tuwharetoa Stamm ist Tongariro die Quelle ihrer Macht. Hier ruhen ihre Vorfahren und der Berg legitimiert ihren Anspruch auf dieses Land. Um zu verhindern das ihr Land in private Hände fällt, machte Häuptling Tukino Te Heuheu 1887 den Berg zum Geschenk an die Regierung von Neuseeland - mit der Maßgabe ihn für alle Menschen zu schützen.

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Australien: Neuseeland

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1995 entlud sich der Druck unter dem Kratersee von Ruapehu im größten Ausbruch des letzten Jahrhunderts. Östlich des Vulkans verödete die Landschaft. Überall zu finden: Bimsstein.

1995 entlud sich der Druck unter dem Kratersee von Ruapehu im größten Ausbruch des letzten Jahrhunderts. Östlich des Vulkans verödete die Landschaft. Überall zu finden: Bimsstein.

Geysire und Vulkane im Tongariro sind immer aktiv. Große Ausbrüche veröden die Landschaft.

Zu jeder Tageszeit ein erhabener Anblick - der Vulkan Tongariro.

Tongariro wurde als erster Nationalpark Neuseelands gegründet, der vierte weltweit.

Mit Respekt und Ehrfurcht sollten Besucher die heiligen Berge der Maori betreten.

Als vor 200 Jahren die ersten "Pakeha" - Weißen in "Aotearoa - dem Land der langen, weißen Wolke" landeten, bedrohten Kahlschlag und Schafzucht den heiligen Berg.

Der Tongariro Nationalpark ist von nicht nur Naturerbe sondern auch Kulturerbe, weil er Bestandteil der Kultur der Ngati Tuwharetoa ist.

Drei aktive Vulkanberge befinden sich im Zentrum des Parks: der Tongariro (1968 m), der Ngauruhoe (2291 m) und der Ruapehu (2797 m).

Der Tuwharetoa Stamm, der mit Ngatoriorangi landete, lebt auch heute noch um den Tongariro.

Der Vulkan Tongariro: Hier ruhen die Vorfahren der Maori und der Berg legitimiert ihren Anspruch auf das Land.

Östlich der Vulkane im dehnt sich der Rangipo Desert aus, eine trockene Landschaft mit karger Vegetation.

Die Maori landeten in Neuseeland vor 1500 Jahren in riesigen Kanus. Ngatoroirangi landete mit seinem Gefolge auf der Mitte der Nordinsel des heutigen Neuseelands. Der Tuwharetoa Stamm, der mit Ngatoriorangi landete, lebt auch heute noch um den Tongariro.

Eine Million Menschen besuchen jährlich den Tongariro Nationalpark. Häuptling Tukino Te Heuheu schenkte 1887 das Gebiet der neuseeländischen Regierung, damit es nicht wirtschaftlichen Interessen geopfert wurde.

Um den Tourismus zu fördern wurde 1929 das Hotel Chateau Tongario erbaut. Während des 2. Weltkrieges diente es als psychiatrisches Krankenhaus. Seit damals geht im Haus angeblich ein Gespenst um.

Der Legende nach stürzte sich eine Maorimädchen vor Schmerz den Wasserfall hinunter, weil ihr Vater ihren Geliebten im Fluss ertränkt hatte.

Der Legende nach opferte Ngatoroirang, der Herrscher der Maori seine Sklavin Auruhoe, um dem Kältetod zu entkommen. Seitdem trägt der Vulkan ihren Namen. Ngauruhoe.

Daten & Fakten

Kultur- und Naturdenkmal: Nationalpark
UNESCO-Ernennung: 1990, erweitert 1993
Flora und Fauna
Vorkommen von Steineibenarten wie Podocarpus hallii, aber auch Orchideen und Farnen; in höheren Lagen Scheinbuchenwald mit Neuseeländischer Rot- und Silber- sowie Schwarzer Südbuche, zudem Mytengewächse wie Leptospermum ericoides, aber auch Inaka, das neuseeländische Gegenstück zu den europäischen Heidekrautgewächsen; Säuger wie Neuseeländische Fledermaus; 56 Vogelarten wie Kaka und Streifenkiwi; Gefährdung heimischer Tierarten durch eingeführte Marder, Katzen, Rotwild und Possums

Copyrightvermerk für Daten & Fakten
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010

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