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SENDETERMIN Fr, 3.6.2016 | 13:20 Uhr | 3sat

Schätze der Welt: Arabien Welterbe Arabien

315 Minuten rund um das arabische Welterbe

Unsere filmische Reise beginnt in Marokko. Wer die Altstadt von Fes betritt, fühlt sich in die Zeit der Geschichten aus 1001 Nacht zurückversetzt. Handwerk und Handel machten Fes zu einer blühenden Stadt. Bis heute ist Fes die kulturelle und geistige Hauptstadt Marokkos. Marrakesch gilt als die schönste Stadt Marokkos.

Grün ist die Farbe des Glaubens...

Grün ist die Farbe des Glaubens...


Im Zentrum der Altstadt liegt die Djemaa el Fna. Noch am Anfang dieses Jahrhunderts wurden hier die Köpfe der Hingerichteten zur Schau gestellt. Heute wartet der Platz der Gehenkten mit anderen Vergnügungen auf. Frühmorgens dient er als Markt. Den Gauklern und Artisten bietet er tagsüber eine Arena und abends wird er zum riesigen Freiluftrestaurant. Essaouira, das bis 1956 Mogador hieß, war und ist eine weltoffene Stadt. Bis 1912 der einzige marokkanische Hafen, der mehr exportierte als er importierte - dann lief ihm Casablanca den Rang ab. Geblieben ist die Architektur der Medina, eine Melange aus islamischer, spanischer und europäischer Baukunst, ebenso schön wie gefährdet.

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Essaouira - Wo der Sand das Meer trifft

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Ehemaliges Sultansschloss

Ehemaliges Sultansschloss

Essauoira - Hafenskala

Der Hafen - Das Tor nach Timbuktu

Skala Kashba Essaouira

Hafenbefestigung - Blick auf Essaouira

Essaouira

Karrenschieber in Medina

Essaouira

Färberei

Essaouira

Essaouira

Essaouira

Kairouan in Tunesien ist die vierte heilige Stätte des Islams nach Mekka, Medina und Jerusalem. Nahezu unbemerkt vom Touristentrubel trotzt Kairouan der Moderne. Hier lebt man im Rhythmus des Islams. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein in den verwinkelten Souks, im Labyrinth der Gassen und Gänge. Ein jeder, der in dieser Region einst nach Macht strebte, buhlte um die tunesische Hafenstadt Sousse. In ihrer fast dreitausendjährigen Geschichte gehörte sie allen einmal - Phöniziern, Römern, Byzantiniern, Arabern, Türken und Europäern. Ihr jetziges Gesicht erhielt sie im 9. Jahrhundert, als sie im Auftrag des Herrschers von Bagdad zum Islam bekehrt wurde. Vom 12. bis 16. Jahrhundert galt Tunis als eine der größten und reichsten Städte der islamischen Welt. Paläste, Moscheen, Mausoleen, Wohnhäuser, Märkte unter Arkaden zeugen noch heute von einer großen Vergangenheit. Eine Oase am Dreiländereck zu Algerien und Tunesien in der libyschen Sahara ist Ghadames. Hier kreuzten sich einst fünf Karawanenwege. Heute leben die Menschen in der Neustadt, die in den 70er Jahren von der Regierung bereitgestellt wurde. Allerdings pflegen sie noch ihre Wohnungen in der alten Lehmstadt.

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Ghadames - Die unterirdische Oase

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Feinde und Eindringlinge hatten in dem Tunnellabyrinth der Stadt keine Chance. Die meisten sind vollständig von den Häusern überbaut und münden in die wenigen lichten Plätze, die sich zumeist vor den Moscheen öffnen.

Feinde und Eindringlinge hatten in dem Tunnellabyrinth der Stadt keine Chance. Die meisten sind vollständig von den Häusern überbaut und münden in die wenigen lichten Plätze, die sich zumeist vor den Moscheen öffnen.

Hoch oben, zum Schutz und Schatten, thronen die Palmen. Dreißigtausend gab es einmal. Datteln waren früher das Geld der Sahara, da sie der ideale Proviant für die Karawanen waren.

Die Dächer von Ghadames waren nur für die Frauen. Oben bei den Zinnen konnten sie sich frei bewegen, ohne Schleier, unbeobachtet. Von oben sahen die Frauen die Karawanen zuerst und sagten durch Rufe Bescheid.

Heute leben die Menschen in der Neustadt, die in den 70er Jahren von der Regierung bereitgestellt wurde. Allerdings pflegen die meisten noch ihre Wohnungen in der alten Lehmstadt.

Ein Einheimischer erzählt, dass er als kleiner Junge ständig über die Dächer der Stadt streifte. Jedoch wenn sie älter wurden, wurde es ihnen verboten, da sie nun Männer waren und die Dächer für die Frauen bestimmt waren.

Für 7000 Bewohner reichte die ergiebige Oasenquelle el-Farras, die sich in Ghadames befindet.

Die Stadt war im Inneren in sieben Viertel getrennt. Jedes Volk lebte sein eigenes Leben, getrennt von den anderen, mit eigenen Plätzen, eigenen Moscheen. Bestimmte Schwellen waren Grenzen, die man nicht überschritt.

Die Vorväter der heutigen Bewohner waren sehr reiche Leute, aber das versteckte man aus Sicherheitsgründen. Ghadames Reichtum, wie der vieler Oasen, rührte vor allem vom Sklavenhandel.

Wenn in der Frühe die sieben Moscheen geöffnet werden, sitzen die alten Männer schon an ihren angestammten Bänken oder machen sich in den Gärten zu schaffen. Sie vor allem halten den Rest von Leben in der verlassenen Stadt.

Feste, Hochzeiten, und religiöse Traditionen feiert man immer noch in der Stadt. Einmal im Jahr ziehen die vier Sufi-Bruderschaften von Ghadames durch die Gassen. Die Sufis verweigern sich dem intellektuellen Islam und preisen Allah sinnlich in Tanz und Trance.

Am Nordrand der Sahara, wo die großen Sandmeere beginnen und die Hamada al Hamra, die rote Ebene aufhört, wo Algerien, Tunesien und Libyen aneinandergrenzen, liegt, die legendäre Handelsstadt Ghadames.

Lehmbauten verfallen schnell, wenn sie nicht ständig gepflegt werden. Vielen Menschen in Ghadames fehlt dazu das nötige Geld, oder das Interesse. Inzwischen stürzen sogar Häuser an den Hauptgassen ein.

"Wer Kairo nicht gesehen hat, hat die Welt nicht gesehen. Ihre Erde ist aus Gold, ihr Nil ist ein Wunder, ihre Frauen sind wie schwarzäugige Jungfrauen aus dem Paradies, ihre Häuser sind Paläste, ihre Luft ist weich und duftend wie Aloeholz. Und wie könnte Kairo anders sein, ist es doch die Mutter der Welt." So steht es in den Geschichten aus 1001 Nacht geschrieben. Die Stadt ist so alt wie ihre Geschichten. Von den über 500 Moscheen stammen einige noch aus dem 9. und 10. Jahrhundert. Gegenüber der Millionenstadt erheben sich die berühmtesten Pyramiden der Welt, darunter die herausragenden Cheops-, Chefren-, und Mykerionos Pyramiden, die Grabstätten der gleichnamigen Pharaonen. Als Ägypten um 2.900 v. Christus zu einem Großreich vereinigt wurde, wählten die Pharaonen das im südlichen Nildelta gelegene Memphis als Hauptstadt. Die Epoche der Pyramidenbauten, die im Alten Reich einsetzte, fand ihren Höhepunkt schließlich in den großen Pyramiden von Giseh, der Stadt der Toten, heute ein Vorort Kairos.

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Memphis - Weltwunder Pyramiden

Die Pyramiden von Memphis

Pyramiden

Die Königsstadt Theben, am Ostufer des Nils gelegen, beherrschte vier Jahrhunderte lang Ägypten und war zeitweilig Zentrum des östlichen Mittelmeerraumes. Seine Blütezeit erlebte Theben - so haben es die Griechen genannt im Neuen Reich während der 18. Dynastie, deren Pharaonen ihren unermesslichen Reichtum zur Verschönerung ihrer Residenz verschwendeten. Im Alten Testament wird erzählt, daß Mose auf dem Berg Sinai die zehn Gebote erhielt. An seinem Fuß liegt das Katherinakloster, ein griechisch-orthodoxes Zentrum, das seit dem 6. Jahrhundert besteht. Mohammed, arabische Kalifen, türkische Sultane und Napoleon, die ägyptischen Könige und die heutigen Staatspräsidenten - alle stellen das Kloster unter ihren Schutz und bewahren es so vor Plünderung und Zerstörung.

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Das Katharinenkloster - Glaubensinsel auf dem Sinai

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Jesuskreuz in der Kapelle

Jesuskreuz in der Kapelle

Sonnenaufgang auf dem Djebel Musa mit Kapelle im Anschnitt

Seiteneingang zum Kloster St. Katherina

Vorderansicht Kloster St. Katherina

Basilika im Kloster St. Katherina

Seitenansicht Kloster St. Katherina

Treppenaufgang , Kloster St. Katherina

Beinhaus, Kloster St. Katherina

Dornenbusch im Kloster

Bibliothek des Klosters

Basilika im Inneren des Klosters

Totale des Klosters St. Katherina


Vom dritten Jahrhundert v. Chr. bis zur Übernahme durch das Römische Imperium im Jahre 106 unserer Zeitrechnung war Petra das Zentrum eines mächtigen Stammes im vorderen Orient, der Nabatäer. "Fels" bedeutet der Name der Totenstadt Petra im Tal Moses in Jordanien. Ein Schloss in der jordanischen Wüste, auf dem Weg von Bagdad nach Amman, erbaut im 8. Jahrhundert. Quasr Amra war nicht nur der Ort für geheime Gespräche. Im geräumigen Badetrakt ließen sich die omajjadischen Kalifen verwöhnen.

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Asien: Jordanien

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Am Anfang war der Stein, und der Stein war bewohnt von den Göttern.

Am Anfang war der Stein, und der Stein war bewohnt von den Göttern.

Nekropolis - Stadt der Toten - In früher Zeit, so heißt es, war es den Nomaden, die in diesem Gebiet lebten, bei Todesstrafe verboten, Häuser für Lebende zu bauen. Wenn sie zum heiligen Bezirk kamen, um in der Nähe der Götter und ihren Toten nahe zu sein, schlugen sie Zelte auf, oder fanden Schutz in den Höhlen der Berge.

Fast einhundert Meter steigen die Wände senkrecht auf. Als ob die Berge über dem Eindringling zusammenwüchsen. Beklommenheit und Staunen überkommt den, der allein den über 1200 Meter langen Felstunnel durchquert. "Der Pfad durch die Schlucht ist mühsam und lang."

Hinter den rosa leuchtenden Säulen - dunkel und leer: Drei hohe Räume: Grabkammern und Versammlungsort für Totenfeiern. Welcher der Herrscher ließ sich dies Grabmal errichten?

Die Hazne al Fir’un - das Schatzhaus des Pharao. Ein Monolith, 40 Meter hoch - Der ganze Bau in einem Stück aus dem Berg geschlagen.

Jahrhundertelang war Petra vergessen...bis im Jahr 1812 ein Europäer, der im Gewand eines Beduinen Arabien bereiste, die Denkmäler der Nabatäerkultur wiederentdeckte.

Arme Nachfahren der mächtigen Araber waren in die 'ewigen Häuser' eingezogen. Der Entdecker, der sich Scheich Ibrahim nannte, fand keine Schätze in den riesigen Blockgräbern - mit einfachen Treppenmustern und Zinnenfriesen geschmückt, den ältesten Gräbern, so glaubt man. Hohe Fassaden, Gesimse, Halbsäulen und Giebel - und mit dem Stein gealtert und von der Natur zurückerobert.

Über 600 Grabmonumente haben die Steinmetzen aus den Felsen geschlagen. Woher dieser Reichtum?

Die Stadt, die sie im Mosestal bauten, die Hauptstadt von Arabia Peträa - verfiel, wie die Macht der Nabatäer und nur ihre Grabmonumente, die 'ewigen Häuser' hatten Bestand.

Als der Tourismus Petra als Einnahmequelle entdeckte, wurden die Bewohner der denkmalgeschützten Totenstadt aus den Grabkammern gewiesen.

Bei den Nabatäern war auch das Wohnrecht der Toten streng reglementiert. Über allem, was im heiligen Bezirk geschah, stand die Vorschrift des Totenkults: "Dieses Grab...und all das übrige Besitztum an diesem Platz sind Dusarah geweiht, dem Gott unseres Herrn. Und es ist die Verpflichtung von Dusarah und allen Göttern, dass alles so geschieht, wie es in dieser Urkunde steht.

Ist es ein Nomade oder der Scheich Ibrahim, der sich vom Zauber des Ortes, den er vor fast zwei Jahrhunderten entdeckte, nicht lösen kann?

Die Beduinen hielten den weißgekleideten Fremden für einen Zauberer, der ihnen die Schätze, die sie selber nicht fanden, rauben wollte. Der Schatz, den er mitnahm, war wertvoller als goldene Grabbeigaben: Es war die Kunde von Petra.

Baalbek ist eine Stadt im Osten des Libanons. Der Name bedeutet "Stadt Baals" und bezog sich auf den Sonnengott, den die Griechen mit ihrem Gott Helios gleichsetzten. Die Ursprünge Baalbeks sind wohl in phönizischer Zeit zu suchen. Die Griechen nannten die Stadt Heliopolis. Unter der Herrschaft des römischen Kaisers Augustus war Baalbek Kolonie. Seit über siebentausend Jahren ist Byblos ununterbrochen besiedelt. Zunächst sind es nur die Fischer, die von dem kleinen Naturhafen aus auf Meeresbeute gehen, doch im 3. Jahrtausend v. Chr. wandelt sich das Dorf zur ummauerten Stadt mit dem Namen Gebál zur reichsten, bekanntesten Metropole der Epoche. Zugewanderte Griechen ersetzen später den alten Stadtnamen durch Byblos - das griechische Wort für Papier/Buch und benennen die Provinz Phönizien.

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Asien: Libanon

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Byblos wurde eine stark befestigte Stadt, stark im christlichen Glauben, wie die Städte im Abendland während des frühen Mittelalters und man verbarrikadierte sich gegenüber den moslemischen Einflüssen und Übergriffen aus dem Hinterland.

Byblos wurde eine stark befestigte Stadt, stark im christlichen Glauben, wie die Städte im Abendland während des frühen Mittelalters und man verbarrikadierte sich gegenüber den moslemischen Einflüssen und Übergriffen aus dem Hinterland.

Byblos liegt am Rande des östlichen Mittelmeers zu Füßen des Libanongebirges.

Die Basilika St. Johannes-Markus wurde auf dem Fundamenten der Kapelle der ersten christlichen Gemeinde in Byblos gegründet. Sie wurde mehrfach zerstört.

Nach dem Rückzug der Kreuzfahrer Ende des 13. Jahrhunderts herrschen die Mamelukken und das Osmanische Reich über die Stadt.

Die sogenannten Seevölker, wie die Assyrer, Babylonier und Perser, fielen über Byblos her und Ägypten verlor an Macht. Bis Alexander der Große sich die Stadt zu Eigen machte und den griechischen Einfluss durchsetzte.

Die Kreuzritterburg des fränkischen Reiches ist erbaut aus mächtigen Quadern zum Schutz und viele Steine wurden aus den Trümmern der bisherigen Kulturen verwendet.

Von den ägyptischen Einflüssen, der phönizischen Stärke, der römischen Pracht, der Kultur der Seevölker - wohin man schaut - fast nichts ist davon geblieben.

Impressionen aus Byblos

Impressionen aus Byblos

Impressionen aus Byblos

Papyrus und Handelsaktivität bilden die Grundlage für die Erfindung des ersten Buchstaben Alphabets aus 22 Zeichen. Sie bilden die Basis aller heute verwendeten Alphabete. Byblos wird um 1300 vor Christus zum Geburtsort der Schrift.

Als die Römer Byblos 63v. Chr. eroberten, sahen sie in Byblos einen Ort mit spiritueller Anziehungskraft. Denn laut einer Sage fand das Lebendes Gottes Adonis, einen Tagesmarsch von Byblos entfernt, sein Ende.

Das Aufblühen und der Niedergang von nahezu zwei Dutzend Kulturen der Menschheit machen Byblos zu einer der reichsten archäologischen Zonen im Mittleren Osten.

Ein Schnittpunkt der Religionen ist Byblos geblieben, die Stadt zwischen Basilika und Soukh, Mohammed und dem Evangelisten Johannes-Markus.

Die syrische Stadt Damaskus wird gepriesen als die Geheimnisvolle, die Lebendige, die Mutter aller Städte, die Perle des mittleren Ostens. In einer der größten und fruchtbarsten Oasen Vorderasiens gelegen, zieht der Ort seit Jahrtausenden die Menschen magisch an. Das hat die Metropole am Fuße des Berges Qassyun zu einer der ältesten Städte der Menschheitskultur gemacht. Aleppo, die alte syrische Stadt, ist von jeher ein großer Marktplatz gewesen. Nichts ist reizvoller, als in dieser arabischen Stadt in das endlose Gassengewirr des Suks einzutauchen. Hinter dem Antiocha-Tor aus dem 12. Jahrhundert beginnt der Suk - ein Basar aus kilometerlangen, größtenteils überdachten Ladenstraßen, die nach Waren streng geordnet sind. Hier wird gehandelt, gefeilscht, gekauft oder Tee getrunken. Palmyra, das ist die Palmenreiche, die große Oase auf halbem Weg zwischen Euphrat und Mittelmeer. Eine arabische Stadt, die auch zu römischer Zeit unabhängigen Handel betrieb.

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Palmyra - Die Königin der Wüste

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Man schreibt das Jahr 272 nach Christus. Kaiser Aurelian lässt die aufmüpfige Stadt Palmyra schleifen. Die Bewohner hatten sich das zweite Mal gegen die römische Besatzung erhoben.

Man schreibt das Jahr 272 nach Christus. Kaiser Aurelian lässt die aufmüpfige Stadt Palmyra schleifen. Die Bewohner hatten sich das zweite Mal gegen die römische Besatzung erhoben.

Aus der Zeit des 12. bis 16. Jahrhunderts stammt die Zitadelle Qasr Ibn Ma'an. Damals herrschten die Mamelukken in der Region. Der libanesische Drusenfürst Fakhreddin baute die Burg im 17. Jahrhundert zu seinem Wohnsitz aus.

Zenobia, die machtbewusste Königin von Palmyra träumte von der Herrschaft über das römische Reich. Doch Kaiser Aurelian stoppte den Siegeszug der Truppen Zenobias und ließ die Stadt Palmyra 272 schleifen.

Auf halbem Weg zwischen Euphrat und Mittelmeer lag Palmyra, die Palmenreiche, die große Oase in der syrischen Wüste.

Eine Besonderheit sind die Grabstätten. Die großen Familien bauten ihren Toten hohe Türme mit Grabfächern für mehrere Generationen. Auch Fremde konnten sich hier einmieten. Die Erbauer selbst wählten als letzte Ruhestätte kunstvoll verzierte Sarkophage - Zeugnis des Alltagslebens, des Reichtums und der Tracht der damaligen Zeit.

Palmyra trug in vielem die Züge einer griechisch-römischen Stadt. Mit Säulenhalle, Thermen und Amphitheater.

Ein Tetrapylon ist ein aus vier Teilen bestehendes Bauwerk mit quadratischem Grundriss. Diese Bauwerke dienten als Siegeszeichen oder Torbögen.

Eine Besonderheit Palmyras ist die Grabarchitektur. Ungefähr 150 Grabtürme sind erhalten, dazu noch ca. 400 unterirdische Gräber, deren Ausstattung vom Reichtum der Stadtbewohner zeugte.

Palmyra, die Palmenreiche, die große Oase in der syrischen Wüste. Auf halbem Weg zwischen Euphrat und Mittelmeer.

Das römische Theater mit einer orientalischen Palastfront als Bühne. Vor dieser Kulisse spielten sich orientalische Dramen ab. Doch die in aramäischer Sprache verfassten Stücke sind nicht erhalten.

Vom Beltempel aus führte quer durch das römische Stadtgebiet die Säulenstraße.

Die höchste Gottheit in Palmyra war Baal oder Bel. Zu Anfang des 1. Jahrhunderts wurde ihm ein großer Tempel errichtet.

Dem mesopotamischen Gott Baal oder Bel wurde der größte Tempel gewidmet. Sein Tempel ist das einzige Gebäude in Palmyra, das exakt nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet worden ist.

Tempel des Baal - Hauptkultgebäude in Palmyra.

Baalshamin war ein Gott phönizischen Ursprungs, der als Beherrscher von Sonne und Mond, ähnlich wie Baal, eine höchste Gottheit verkörperte, die sich in Palmyra erst in römischer Zeit behauptete.

Hoch über der Ruinenstadt Palmyra thront die arabische Zitadelle Qasr Ibn Maʿan.

Um den Titel der ältesten bewohnten Stadt der Welt streitet sich das jemenitische Sanaa mit Jericho. Unbestritten aber ist die Altstadt von Sanaa die schönere von beiden: 6000 reich verzierte Hochhäuser, 140 Moscheen, enge, verwinkelte Gassen voller Leben und ein Marktviertel, in dem das Handwerk noch blüht. Shibam, das sind 500 Hochhäuser aus Lehm auf engstem Raum, eine Skyline, die an Manhattan oder Chicago erinnert. Nur liegt Shibam in der Wüste, ist fast 2000 Jahre alt und war einst Hauptstadt der Oase Hadramaut im Jemen, eine reiche Stadt am Ausgangspunkt der Weihrauchstraße. Das aromatische Harz des "boswellia sacra" Baumes zählte zu den begehrtesten Handelsgütern der antiken Welt. In Ägypten wurde Weihrauch ebenso verbrannt wie an den Höfen indischer Maharadschas. In Rom wurde er in Gold aufgewogen. Über Tausende von Kilometern wurde er gehandelt; es entstand die "Weihrauchstraße".

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Sanaa - Alte Stadt mit neuen Häusern

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Jedes Haus eine Festung

Jedes Haus eine Festung

Zwei Männer auf dem Dem Dach eines verzierten Hauses

Die Gärten am Rande der Stadt

Straßenszene im Suk

Die Altstadt

Blick über die Häuder der Altstadt

Blick durch die Straßen große Moschee

Kat und Wasserpfeife in der Karawanserei

Blick über die Stadt und die Moschee

Verzierte Hochhäuser

In der Region Dhofar im Süden des Sultanats Oman wird bis heute Weihrauch gewonnen. In den Trockentälern ritzen Beduinen in die knorrigen Bäume, um nach einigen Tagen das Harz zu ernten, verkauft wird es im Weihrauch-Souk von Salalah. Auf den Bergen des Oman stehen alte Wachtürme. Sie dienen nicht militärischen Zwecken, sondern der Wasserüberwachung. Tausende Kanäle durchziehen das Land. Überirdisch, durch Tunnel und über Viadukte geleitet, mit Verteilerarmen im Fingersystem, kunstvoll, in der Tradition durch Erfahrung verfeinert, ohne hydraulisches Hilfswerk, nur von Gefällen geleitet - eine geniale Ingenieursleistung. Die sogenannten Aflaaj bilden eines der raffiniertesten Bewässerungssysteme der Erde. Das trockene Wüstenland hätte ohne seine Wasserkanäle keine Überlebenschance.


Die arabischen Welterbestätten im Überblick:



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