Bitte warten...

SENDETERMIN So, 6.12.2015 | 14:30 Uhr | 3sat

Schätze der Welt Spezial Down Under – Eine Entdeckungsreise nach Australien

Elf Strafgefangenlager hat die UNESCO in Australien als Weltkulturerbe geschützt. Sie repräsentieren den Beginn dieser jungen Nation. Mit dem Blut, dem Schweiß und den Tränen ihrer Strafgefangenen bauten die Briten ihre Kolonie. Die Gefangenen konnten - auch wenn sie ihre Strafe abgearbeitet haben - niemals mehr zu ihren Familien im weit entfernten Europa zurück. Es ist eine Geschichte, die niemals vergessen werden darf.

Eine Legende des Butchulla Stammes von Fraser Island erzählt

Eine Legende des Butchulla Stammes von Fraser Island erzählt wie der mächtige Gott Beeral die Menschen erschuf, doch sie hatten keinen Ort, an dem sie leben konnten. So schickte Beeral seinen Boten Yendingie und die Göttin K`gari vom Himmel herunter, um Land und Berge, Flüsse und Seen zu schaffen.

Einer Legende des Butchulla Stammes von Fraser Island zufolge schuf Beeral, der mächtige Gott der Traumzeit, die Menschen, doch es gab keinen Ort, an dem sie leben konnten. So schickte Beeral seinen Boten Yendingie und die Göttin K'gari vom Himmel herunter, um die Erde zu schaffen. Als sie ihr Werk vollendet hatten war es so schön, dass K'gari für immer auf der Erden bleiben wollte. Doch dazu musste sie ihre Erscheinung ändern und Yendingie verwandelte sie in eine wunderschöne Insel.( Fraser Island wurde 1992 zum Weltnaturerbe ernannt. Sie ist mit über 120 Kilometer Länge und einer Fläche von 184.000 Hektar die größte Sandinsel der Welt. Die Dünen von Fraser ragen über 240 Meter aus dem Meer und sind mit einer erstaunlich vielseitigen Vegetation bewachsen. Von der Heidelandschaft an der Küste bis zum subtropischen Regenwald in Zentrum, alles wird von über 40 Dünenseen gespeist.                                                                                                  

Vor der Ostküste Australiens befindet sich das Great Barrier Reef, die größte Ansammlung von Korallenriffen der Welt. Es erstreckt sich über 2300 Kilometer und bedeckt eine Fläche, die größer ist als Italien. Die Aborigines Australiens nennen es "Waga Gaboo" - das Grosse Riff. Das Barrier Reef ist das größte Bauwerk auf Erden, geschaffen von mikroskopisch kleinen Lebewesen. Unzählbare winzige Polypen erzeugen jeden Tag auf einem Quadratkilometer Riff vier Tonnen Kalksteingerippe. Aber dieses Leben ist in großer Gefahr, das hat nicht nur ein havarierter Öltanker im Frühjahr 2010 gezeigt. Mit dem jährlichen Monsunregen vergiften Pflanzenschutz- und Düngemittel das Wasser. Weitere Schadstoffe gelangen infolge der vermehrten Bebauung einiger Inseln ins Meerwasser. Aber auch Ankerwürfe von Booten, Treibstoffe oder das Sonnenöl der Touristen gefährden das Biotop. Taucher können mit einem einzigen Flossenschlag einen ganzen Korallenast zerstören. Durch starke Stürme, eine Folge der globalen Erwärmung, wurden in den Jahren 1998 und 2002 95 % des Great Barrier Reefs in Mitleidenschaft gezogen.

Menschen leben in diesem Gebiet im tropischen Norden Australiens seit über 50.000 Jahren. Wann genau die Gagudju, die Ureinwohner Kakadus, anfingen, ihre Geschichte und Mythen auf Fels zu malen, kann niemand mit Sicherheit sagen, doch es steht fest, die Rock Art von Kakadu gehört zu den ältesten der Welt. Die Aborigines haben diese Tradition bis in die jüngste Vergangenheit weitergeführt. Nayambolmi, auch Barramundi Charlie genannt, war der letzte der Männer, der den Rang hatte und befugt war, auf die Felsen von Nourlangie Rock zu malen. Er starb 1965. Kakadu hat mit über 3.500 Fundorten von Rock Art eine kaum zu überblickende Fülle von Kunst und Geschichte der Ureinwohner Australiens. Doch Kakadu ist nicht nur ein Ort der Mythen sondern auch die größte Brutstätte für Vögel in der südlichen Halbkugel.                                                                                                                

Der zentrale Begriff der Mythologie der Aborigines in Australien ist die Traumzeit. Für die Aborigines ist die Traumzeit, die spirituelle und moralische Ordnung des Kosmos. Die Traumzeit begründet die ungeschriebenen Gesetze, nach denen die Aborigines leben. Manifestiert wird diese Traumzeit in geografischen Landmarken wie etwa dem Uluru bei uns auch bekannt als Ayers Rock. Seit rund 65 Millionen Jahren steht dieser Sandsteinfelsen im sonnenverbrannten Nichts Zentralaustraliens. Für die Anangu, die Aborigines die seit tausenden Jahren hier leben, ist Uluru ein heiliger Ort. Die Entstehung erklären sie sich durch den Kampf zwischen Kuniya, einer Python - Schlangenfrau, mit einer giftigen Liruschlange. Mit einem Stock tötete Kuniya die andere Schlange und bewacht bis heute die Felsen. Die tödlichen Verletzungen sind noch heute am Uluru sichtbar. Alle Wesen der Traumzeit liebten und bekämpften sich und ihre Spuren haben sich in die Felsen eingeprägt.  Jede Höhle, jede Schlucht und jede Felsformation hat ihren Ursprung in der Schöpfungsperiode.

Als 1973, nach 14 jähriger Bauzeit Opernhaus von Sydney eröffnet wurde, war es ein Gebäude vor seiner Zeit. Die visionäre Skulptur wurde jedoch bald kultureller Mittelpunkt der jungen Australischen Nation. Das kreative Genie jedoch, das es erschuf, der dänische Architekt Jørn Utzon, hat sein Meisterwerk nie mit eigenen Augen gesehen. 1956 veranstaltete die Regierung einen internationalen Wettbewerb für die Errichtung eines „nationalen Opernhauses“. Der Gewinner der Ausschreibung, ein unbekannter Däne namens Jørn Utzon, hatte die Vision eines Gebäudes, dessen Attraktion in der Fünften Fassade, dem Dach lag. Sein Design schien nicht von dieser Welt und provozierte eine Menge Kontroversen. Die Spitznamen der Australier reichten von „dänisches Törtchen“ über „Zirkuszelte im Sturm“ bis zu „sich liebenden Schildkröten“. Das Opernhaus von Sydney hat eine der bekanntesten Fassaden der Welt. Mehr als eineinhalb Millionen Fliesen reflektieren das Licht. Der Architekt Louis Kahn proklamierte beim Anblick des Opernhauses: „Die Sonne wusste nicht wie wunderschön ihr Licht war, bis es von diesem Gebäude wiedergespiegelt wurde.“ Als 1973, nach 14 jähriger Bauzeit Opernhaus von Sydney eröffnet wurde, war es ein Gebäude vor seiner Zeit. Die visionäre Skulptur wurde jedoch bald kultureller Mittelpunkt der jungen Australischen Nation. Das kreative Genie jedoch, das es erschuf, der dänische Architekt Jørn Utzon, hat sein Meisterwerk nie mit eigenen Augen gesehen. 1956 veranstaltete die Regierung einen internationalen Wettbewerb für die Errichtung eines „nationalen Opernhauses“. Der Gewinner der Ausschreibung, ein unbekannter Däne namens Jørn Utzon, hatte die Vision eines Gebäudes, dessen Attraktion in der Fünften Fassade, dem Dach lag. Sein Design schien nicht von dieser Welt und provozierte eine Menge Kontroversen. Die Spitznamen der Australier reichten von „dänisches Törtchen“ über „Zirkuszelte im Sturm“ bis zu „sich liebenden Schildkröten“. Das Opernhaus von Sydney hat eine der bekanntesten Fassaden der Welt. Mehr als eineinhalb Millionen Fliesen reflektieren das Licht. Der Architekt Louis Kahn proklamierte beim Anblick des Opernhauses: „Die Sonne wusste nicht wie wunderschön ihr Licht war, bis es von diesem Gebäude wiedergespiegelt wurde.“