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SENDETERMIN Fr, 19.10.2018 | 13:20 Uhr | 3sat

Schätze der Welt Spezial Naturerbe Afrika

Max Moor reist nach Afrika und erzählt von dem vielseitigen und faszinierendem Naturerbe dieses Kontinents. Gegensätze wie sie größer wohl kaum sein können bestimmen die Natur Afrikas. Regenwald, Sahara, Gebirge, Wüste oder Inseln, alles wird näher betrachtet und erklärt.

Fluss Hana

Der Tai ist ein artenarmer Regenwald

Durch seine Lage beiderseits des Äquators und seine kompakte Form besitzt Afrika die größte zusammenhängende Landmasse der Tropen. Eindrücklich dokumentiert wird der tropische Regenwald durch den "letzten" Dschungel Tai in der Elfenbeinküste.

Kadaver

Kadaver in der Wüste

Weiter östlich, in der südlichen Sahara findet "Naturerbe Afrika" mit dem Gebirge Air und der Wüste Tenére das komplette Gegenteil. Eine menschenfeindliche Mondlandschaft, bizarr und schroff sowie ockerfarbene Dünen mit stetig wechselnden Formen.




Mancherorts ist der grüne Gürtel um das Kilimandscharo-Massiv nur noch einen Kilometer breit. Der Rest wurde abgeholzt. Holzplantagen stehen an seiner Stelle.

Der Kilimandscharo

Tansania mit seinen berühmten Welterbestätten Serengeti, Ngorongoro und Kilimandjaro ist so etwas wie das Bilderbuch Afrikas und weckt die Sehnsucht nach einer intakten Natur. Als der Afrika-Forscher David Livingstone zum ersten Mal die Viktoria-Fälle erblickte, notierte er: "Vom Winde gebogen und sich anscheinend mit den Wolken vermischend, leibhaftiger Rauch! Die Eingeborenen nennen das Naturwunder, dem sie aus Furcht nicht gerne nahe kommen, "Donnender Rauch", wörtlich, - Rauch lärmt hier - und diese Benennung kann nicht anders als passend gefunden werden."

Riesenschildkröte

Auf der kleinen Nachbarinsel von Praslin...

Wieder ganz anders, die Inseln vor Afrika. Bis vor 40 Jahren war der urzeitlich anmutende Palmenwald in dem abgelegenen Vallée de Mai auf der Seychelleninsel Praslin, noch völlig unberührt. Als vor Jahrmillionen der afrikanisch-indische Urkontinent auseinander driftete, blieb mitten im Ozean die Insel Madagaskar zurück. Erst vor 1.000 Jahren begannen Einwanderer diese urkontinentale Landschaft zu verändern. Nur wenige Landschaften konnten sich dieser Urbarmachung widersetzen. Das Naturreservat der "Tsingys" stellt einer Besiedelung bis heute eine natürliche Barriere entgegen: bizarre, nadelförmige Felsformationen.