Bitte warten...

SENDETERMIN Sa, 21.10.2017 | 8:30 Uhr | SWR Fernsehen

Asien: Jordanien Petra

Die Stadt im Fels

Vom dritten Jahrhundert v. Chr. bis zur Übernahme durch das Römische Imperium im Jahre 106 unserer Zeitrechnung war Petra das Zentrum eines mächtigen Stammes im vorderen Orient, der Nabatäer.

Am Anfang war der Stein, und der Stein war bewohnt von den Göttern.

Am Anfang war der Stein, und der Stein war bewohnt von den Göttern.

"Fels" bedeutet der Name der Totenstadt Petra im Tal Moses in Jordanien. Als Johann Ludwig Burckhardt, verkleidet als Scheich Ibrahim, 1812 die ehemalige Kultstätte der Nabatäer entdeckte, hatte die Natur diesen Platz bereits zurückerobert. Die hohen Fassaden, Gesimse, Halbsäulen und Giebel, der aus dem Stein herausgehauenen Monumente waren mit dem Stein gealtert. Wind und Regen haben ihr übriges getan. Natur und Kultur waren eins geworden.

In diesem Zusammenspiel zeigt sich die über 2.200 Jahre alte Nekropole dem heutigen Besucher. Durch den "Siq", einer langen Schlucht durch das Felsmassiv, gelangt man zum Schatzhaus des Pharao. Hazne al Fir'un, in einem Stück aus dem Fels gemeißelt, entstand zusammen mit den ersten Wohnstätten, nachdem es anfangs verboten war, feste Häuser für die Lebenden zu bauen.

"Der Pfad durch die Schlucht ist mühsam und lang."

"Der Pfad durch die Schlucht ist mühsam und lang."

Im Laufe der Jahrhunderte verfiel die Stadt der Nabatäer, die hier am Schnittpunkt zwischen Afrika, Asien und Mittelmeer durch die Handelswege zu Wohlstand kam. Nur die Grabmonumente hatten ewigen Bestand. Der heilige Bezirk zeigt seine Schönheit im Wechselspiel mit der Natur: Zwischen Ocker, Rosa, Tiefrot und Grau variieren die Farben der Architektur von Petra. So wird der nabatäische Name des Ortes wieder lebendig: "Raq mu", der "Buntgestreifte".

Daten & Fakten

Kulturdenkmal: Stadt der Nabatäer: Haupttempel Qasr al-Bint Firaun (»Burg der Pharaonentochter«) Grabtempel ad-Deir, Blockgräber im Bab es-Sik, das »Schatzhaus des Pharao«, Theaternekropole, bedeutende Grabstätten
UNESCO-Ernennung: 1985
312 v. Chr.
Feldzug des Diadochen Antigonos Monophthalmos gegen die Nabatäer
um 169 v. Chr.
König Aretas I.
um 120-96 v. Chr.
König Aretas II.
87-62 v. Chr.
unter König Aretas III. zeitweilige Ausdehnung des »Karawanenstaates« bis nach Damaskus
62 v. Chr.
Nabatäa Vasall des Römischen Reiches
70-106
König Rabel II.
106
unter Kaiser Trajan Einrichtung der römischen Provinz Arabia Petraea mit der Hauptstadt Bosra
1170-88
Räumung von Kreuzritterfestungen wie al-Wueira
1217
letzter abendländischer Besucher
1812
Wiederentdeckung durch Johann Ludwig Burckhardt
1916/17
Untersuchungen des Deutsch-Türkischen Denkmalschutz-Kommandos

Copyrightvermerk für Daten & Fakten
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010

Sendung vom

Sa, 21.10.2017 | 8:30 Uhr

SWR Fernsehen

Zurück zur Startseite von:

Sendezeit

3sat
Sonntags:
19.40 Uhr

SWR Fernsehen
Sonntags:
6.00 Uhr
Torii
Gesamtliste - alle Folgen