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SENDETERMIN So, 15.9.2019 | 6:00 Uhr | SWR Fernsehen

Asien: Türkei Pamukkale

Das Naturwunder des antiken Hierapolis

Die weißen Terrassen von Pamukkale gehören zu den größten Naturwundern der Türkei. Am Hügelsaum des Mäander, einer geologischen Bruchzone, entspringen an mehreren Stellen Thermalquellen mit einer Temperatur von 36° Celcius. Beim Durchsickern des Kalkgesteins haben sie sich mit mineralischen Stoffen angereichert, die beim Abkühlen an der Erdoberfläche zu Kalksinter erstarren.

Pamukkale: Steinhaus an weißem Fels

Steinhaus an weißem Fels

Nirgendwo ist dies eindrucksvoller zu sehen als in der Nähe der antiken Stadt Hierapolis, auf griechisch: Die Heilige Stadt. Noch ist wenig bekannt über ihre Geschichte, ihren Ursprung. Eines aber ist sicher: Ohne die Quellen wäre hier nie eine Stadt entstanden.

Thermalwasser. Es fließt seit Jahrhunderten, Jahrtausenden. Unaufhaltsam. Im Fluss der Zeit hat das Wasser die Landschaft verändert.

Thermalwasser. Es fließt seit Jahrhunderten, Jahrtausenden. Unaufhaltsam. Im Fluss der Zeit hat das Wasser die Landschaft verändert.

Um 190 v. Chr. durch Eumenes II von Pergamon gegründet, wurde das heute Pamukkale genannte Hierapolis im Jahre 133 Teil der römischen Provinz Asia. Hier hatte die römische Badekultur vor zweitausend Jahren ihre Entsprechung in Kleinasien gefunden. Die Stadt hatte schätzungsweise 100.000 Einwohner. Marmorkapitelle weisen auf die große Bedeutung von Hierapolis hin; es war Zentrum des Kybelekultes, der Verehrung der großen Mutter Erde. Auch das Thermalwasser wurde wegen seiner heilenden Wirkung verehrt. Die Reste des Nymphäums lassen die Größe erahnen: Eine weithin sichtbare Brunnenanlage. Das Theater der Stadt ist die am besten erhaltene Spielstätte in Kleinasien und bot ca. 15.000 Zuschauern Platz.

Hierapolis, ein antiker Kurort, in dem Natur und Kunst sich auf das Schönste ergänzen. Bis heute hat es nichts von seiner Faszination eingebüßt.

Daten & Fakten

Kulturdenkmal: Antike Stadt Hierapolis-Pamukkale
UNESCO-Ernennung: 1988
zwischen 188 und 150 v. Chr.
auf Befehl des Königs von Pergamon Anlage von Hierapolis als Grenzfeste
133 v. Chr.
durch Attalos III. testamentarische Übereignung des pergamenischen Reiches an das Römische Reich, seit dieser Zeit Hierapolis Teil der römischen Provinz Asia
60
Zerstörung durch Erdbeben
87
vermutlich Tod des Apostel Philippus
193-211 und 211-217
unter den römischen Kaisern Septimius Severus und Caracalla Glanzzeit des neuen Hierapolis
um 900
Erwähnung von Hierapolis als Bischofssitz bei Leo dem Weisen
1887
Ausgrabungen deutscher Archäologen
seit 1957
Ausgrabungen italienischer Archäologen

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© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010


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