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SENDETERMIN Di, 6.3.2012 | 21:45 Uhr | 3sat

Asien: Syrien Palmyra

Die Königin der Wüste

Palmyra, das ist die Palmenreiche, die große Oase auf halbem Weg zwischen Euphrat und Mittelmeer. Eine arabische Stadt, die auch zu römischer Zeit unabhängigen Handel betrieb.

Vordergrund Säulenruinen, im Hintergrund Berg mit Zitadelle

Palmyra - Die Königin der Wüste

Im 2. und 3. Jahrhundert war Palmyras große Zeit. Das Geschäft mit den Karawanen blühte. Der wirtschaftliche Erfolg brachte Palmyra auch politische Macht. Hier residierte der Statthalter der römischen Provinz des Orients. Die Erscheinung und das Leben in der Stadt wurde nach römischem Vorbild verändert. Es entstand ein Forum, ein Amphitheater, Tempelanlagen und Straßen.

Die Geschichte Palmyras sind aber nicht nur imposante Bauwerke, es ist auch die Geschichte von Menschen, die das Geschick dieser Stadt gelenkt haben.

Der Film erzählt von der schönen Zenobia. Sie selbst ernannte sich zur Königin von Palmyra und eroberte Ägypten, die Kornkammer des Römischen Reichs. Doch Zenobia wird von den Römer geschlagen und muss mit ihnen die Stadt verlassen. Palmyra wird verschont. Aber die Stadt erhebt sich ein zweites Mal, kurz nach dem Abzug der Truppen und diesmal kennen die Römer keine Gnade: Palmyra wird geplündert und geschleift. Doch der Mythos, der zwischen den großen Ruinen im Wüstensand geblieben ist, ist auch heute noch lebendig.

Daten & Fakten

Kulturdenkmal: 10 qkm große Ruinenstadt
UNESCO-Ernennung: 1980
um 7000 v. Chr.
nachweislich jungsteinzeitliche Besiedlung
32 n. Chr.
Weihe des Heiligtums des Baal
129
Besuch Kaiser Hadrians
um 212
Status einer Colonia
269-72
Blütezeit des palmyrischen Reiches unter Königin Septimia Zenobia
273
Zerstörung der Stadt auf Befehl Aurelians
274
vermutlich Hinrichtung Zenobias in Rom
297
Errichtung eines Heerlagers
4. Jh.
Bischofssitz
um 1620
Entdeckung durch den Italiener Pietro de la Valle
1721
Veröffentlichung erster Stiche der Ruinenstadt durch Fischer von Erlach, Baumeister des Barockkaisers Karl VI.

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