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SENDETERMIN So, 13.10.2019 | 6:00 Uhr | SWR Fernsehen

Asien: Georgien Mtskheta

Das Wunder der Nino

Der Film führt nach Mtskheta, der alten Hauptstadt Georgiens. Sie gilt als heiligster und geschichtsträchtigster Ort des Landes.

Dschwarikirche

Oder die Dschvari-Kirche in der die heilige Nino ein großes Kreuz errichten ließ.

Hier entstanden die ersten Kirchen und von hier aus begann im 4. Jahrhundert die Christianisierung, um die sich - typisch georgisch - wundersame Geschichten ranken. Oft ist dabei von der kräuterkundigen Heilerin "Nino" die Rede, der auch eine Beteiligung am Bau der Kirchen nachgesagt wird.

Sveti-Zchoweli-Kathedrale in Mtskheta

Heute wäre Mtskheta ein unbedeutendes Dorf, gäbe es nicht die alten Kirchen und Klöster...

In der Ortsmitte liegt die über 1000 Jahre alte Sweti- Zchoweli- Kathedrale, bis heute Sitz des georgischen Patriarchen. Von der Dschwari- Kirche, der ältesten Kreuzkuppelkirche Georgiens, erschließt sich eine unglaubliche Aussicht auf die Stadt, auf die sanften Bergketten ringsherum sowie auf die zerklüfteten Gebirgszüge des Kaukasus am Horizont.

Mtskheta - ein Ort, an dem die Geschichte der Christianisierung, georgische Baukunst und die Wunder der Nino zusammenfallen.

Daten & Fakten

Kulturdenkmal: ehemalige Königsresidenz und geistliches Zentrum Ostgeorgiens
UNESCO-Ernennung: 1994
66/65 v. Chr.
Eroberung des ostgeorgischen Königreichs Iberien durch Truppen von Pompeius Magnus
um 337
in Ostgeorgien Christentum erstmals Staatsreligion
2. Hälfte des 5. Jh.
durch König Wachtang Gorgassali von Kartlien (Zentralgeorgien) Stiftung einer steinernen Pfeilerbasilika; Verlegung der Residenz nach Tbilissi
585/86-604/05
Stiftung der Dschwari- Kirche bei Mzcheta
1010-29
Ausbau der baufälligen Basilika zur Kreuzkuppelkathedrale mit Fresko "Christus als Weltenherrscher" 1089-1125 unter Dawit dem Erneuerer (Erbauer) Aufstieg Georgiens zur regionalen Hegemonialmacht
1184-1213
unter Königin Tamar der Großen Höhepunkt und Abschluß des "Goldenen Zeitalters" des mittelalterlichen georgischen Zentralstaates
1801
Beisetzung Giorgis XII., des letzten (ost)georgischen Königs, in Sweti Zchoweli
1937/38
umfangreiche Grabungen auf dem Gelände der spätantiken Residenz Armasiziche
1968-72
bei Ausgrabungen in und um die Kathedrale Entdeckung der Fundamente der Vorgängerbauten
1970
Baulegende der Kathedrale als Sujet für Konstantine Gamsachurdias Roman "Die rechte Hand des Meisters"
1972
die im Zuge russischer Assimilationsmaßnahmen im 19. Jh. errichtete Ikonenwand wird bei der Wiederherstellung der ursprünglichen Innengestaltung durch eine Chorschranke ersetzt

Copyrightvermerk für Daten & Fakten
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010

Sendung vom

So, 13.10.2019 | 6:00 Uhr

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