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13:50 min | Di, 17.3.2015 | 7:35 Uhr | SWR Fernsehen

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Galapagos, Ecuador, Folge 69

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Karg und bizarr ragen die Vulkane des Galápagos-Archipels aus den Fluten des Pazifischen Ozeans. Über 300 Fischarten bevölkern das Meer rund um die Inseln. Hier entstanden unter einzigartigen Bedingungen neue Lebensformen. Ein Abbild des "Garten Eden" hoffte Charles Darwin auf Galápagos zu finden. Er war ausgezogen, um die biblische Schöpfungsgeschichte zu beweisen. Was er fand, belehrte ihn eines Besseren. Die abgeschlossene Tier- und Pflanzenwelt auf Galápagos zeigt, dass sich das Leben ständig verändert. Alle Lebewesen unterliegen einer von ihrer Umwelt beeinflussten Evolution.

Filmtext

Vielleicht kam es auf solchen Schwingen ....vielleicht mit dem Wind .....oder mit den Fluten des Meeres - das Leben.

Karg und bizarr ragen die Schildvulkane des Galapagos-Archipels aus den Fluten des Pazifischen Ozeans. Galapagos - das sind rund 45 Inseln unterschiedlicher Größe. Sie liegen, vom südamerikanischen Festland fast 1000 Kilometer entfernt, direkt am Äquator.

Als "Kinder" der Jahrmilliarden alten Mutter Erde sind die Galapagos-Inseln noch sehr jung. Erdgeschichtlich gesehen war es erst gestern, was hier vor 5 Millionen Jahren geschah: Glühend heiße Lava durchstieß am Galapagos-Hot-Spot die extrem dünne Erdkruste und gebar einen ersten Vulkan. Der wurde mit der nach Südosten driftenden Nazca-Platte weggeschoben und machte so Platz für neue Vulkane, neue Inseln.

Als Sporen und Samen versteckt im Gefieder von Vögeln, mit dem Wind oder als Plankton der Lüfte, kamen die ersten Pflanzen hierher. Das Leben begann, sich zu entfalten.

Über 300 Fischarten bevölkern das Meer rund um die Insel. Für den Artenreichtum sorgt der kühle nährstoffreiche Humboldtstrom.

Neue Lebensformen entstanden hier, unter einmaligen einzigartigen Bedingungen. Archaische Formen, die an den Anfang der Zeiten erinnern, haben sich bis heute erhalten.

Galapagos - das letzte Paradies, ein Garten Eden?

Ein Abbild des Garten Eden hoffte Charles Darwin 1835 auf Galapagos zu finden. Der englische Theologe und Wissenschaftler war ausgezogen, um die biblische Schöpfungsgeschichte zu beweisen. Auf diesen abgelegenen Inseln im Pazifik vermutete er ein "Schöpfungszentrum", in dem sich die von Gott geschaffenen Arten unverändert erhalten hatten. Was er fand, belehrte ihn eines Besseren.

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Südamerika: Ecuador

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Als Sporen und Samen versteckt im Gefieder von Vögeln, mit dem Wind oder als Plankton der Lüfte, kamen die ersten Pflanzen zu den Galapagos Inseln.

Als Sporen und Samen versteckt im Gefieder von Vögeln, mit dem Wind oder als Plankton der Lüfte, kamen die ersten Pflanzen zu den Galapagos Inseln.

Galapagos besteht aus insgesamt 45 Inseln unterschiedlicher Größe. Sie liegen, vom südamerikanischen Festland fast 1000 Kilometer entfernt, direkt am Äquator.

Vor 5 Millionen Jahren durchstieß glühend heiße Lava am Galapagos-Hot-Spot die extrem dünne Erdkruste und gebar einen ersten Vulkan und damit eine neue Insel. Durch die Plattenverschiebung konnten neue Vulkane entstehen und damit weitere Inseln.

Die abgeschlossene Tier- und Pflanzenwelt auf Galápagos zeigt, dass sich das Leben ständig verändert. Alle Lebewesen unterliegen einer von ihrer Umwelt beeinflussten Evolution.

Der Theologe und Wissenschaftler Charles Darwin war 1835 ausgezogen, um die biblische Schöpfungsgeschichte zu beweisen. Was er jedoch auf den Galapagos Inseln beobachtete führte ihn zu seiner Theorie von der "Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl". Damit veränderte er radikal und für immer das Bild des Menschen von sich und seiner Stellung in der Natur.

Neue Lebensformen entstanden hier, unter einmaligen einzigartigen Bedingungen. Archaische Formen, die an den Anfang der Zeiten erinnern, haben sich bis heute erhalten. Dazu zählen auch die "Saurier der Inselwelt", die Meerechsen und Landleguane.

Die 10 Millionen Jahre alte Inselwelt mit mehr als 7882 qkm ist seit 1978 auf der UNESCO Liste des "Welterbes".

Galapagos hat einen einzigartigen Tier- und Pflanzenreichtum, jedoch ist dieses Welterbe durch immer stärkere Eingriffe des Menschen mehr denn je gefährdet.

Die Galapagosinseln sind Heimat für 50 000 Pelzrobben.

Auf den Galapagosinseln gibt es mehr als 625 verschiedene Pflanzenarten von denen 36% nur auf diesen gedeihen und auf keinem anderen Teil der Erde.

Tier und Pflanzen, von weither gekommen und zufällig angelandet, entwickeln hier unter dem Einfluss ihrer Umgebung ganz neue, ganz eigene Formen, die es nur hier und nirgendwo sonst auf der Welt gibt.

Mehr als 57 verschiedene Vogelarten gibt es auf den Galapagosinseln.

Über 300 Fischarten bevölkern das Meer rund um die Insel. Für den Artenreichtum sorgt der kühle nährstoffreiche Humboldtstrom.

Den Schildkröten verdankt der Archipel seinen Namen, Galapagos. Die Schildkröten vor allem und die Scalesia-Wälder haben Charles Darwin zu seinen Erkenntnissen verholfen.

Dass diese evolutionären Prozesse auf Galapagos so überschaubar sind, macht die Inseln zu einem "Schaufenster der Natur". Daher wurde dieser Archipel mit seiner unvergleichlichen Fauna und Flora vor allen anderen Orten auf die Liste des "Welterbes" gesetzt.

Die abgeschlossene Tier- und Pflanzenwelt auf Galapagos zeigte, dass alles Leben sich ständig verändert, dass alle Lebewesen einer kontinuierlichen von ihrer Umwelt beeinflussten Evolution unterliegen. Darwins Theorie von der "Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl", 1859 veröffentlicht, veränderte radikal und für immer das Bild des Menschen von sich und seiner Stellung in der Natur.

Den Schildkröten verdankt der Archipel seinen Namen, Galapagos. Die Schildkröten vor allem und die Scalesia-Wälder haben Charles Darwin zu seinen Erkenntnissen verholfen. Tier und Pflanzen, von weither gekommen und zufällig angelandet, entwickeln hier unter dem Einfluss ihrer Umgebung ganz neue, ganz eigene Formen, die es nur hier und nirgendwo sonst auf der Welt gibt.

Dass diese evolutionären Prozesse auf Galapagos so überschaubar sind, macht die Inseln zu einem "Schaufenster der Natur". Daher wurde dieser Archipel mit seiner unvergleichlichen Fauna und Flora vor allen anderen Orten auf die Liste des "Welterbes" gesetzt. Dieses Welterbe ist aber durch immer stärkere Eingriffe des Menschen mehr denn je gefährdet.

"Hier", schrieb Charles Darwin, "scheinen wir in Raum und Zeit jener großen Tatsache - jenem Geheimnis aller Geheimnisse -, dem Erscheinen neuer lebender Wesen auf der Erde näher gebracht zu werden".

Mit einem Wort: Der Schöpfung.

Buch und Regie: Wolfgang Katzke

Filmmusik & Stab

Musik:
Schätze der Welt I - Vor- und Abspann:
Büdi Siebert
Soundtrack Galapagos Inseln:
Joseph Haydn
Die Schöpfung, Oratorium in 3 Teilen für 3
Franz Schubert
Symphonie Nr. 9, C-Dur
Chicago Symphonie Orchestra/Dir.: Levine
Joseph Haydn
Die Schöpfung, Oratorium in 3 Teilen für 3
Büdi Siebert
Wild Earth
Art Forland
The finishingline in Nome
Joel Andrews
The Golden Harp of: Splendor of light
Frey
Vivid winds
Anne Dudley, Jonathan Jeczalik
Crusoe
Bailarina/Magico
Gustav Mahler
Das Lied von der Erde
New Philharmonica Orchestra#


Buch und Regie: Wolfgang Katzke
Kamera: Holger Schüppel

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