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SENDETERMIN Mo, 18.2.2019 | 21:45 Uhr | 3sat

Afrika: Südafrika Drakensberge - uKhalamba

Drachen, Regenmacher und die Macht der Götter

Die Drakensberge haben viele Namen. Die ersten Europäer dachten bei dem zackigen, alles überragenden Basaltmassiv wohl zuerst an Drachen. 'uKhahlamba', eine 'Barriere aus Speeren', sahen die Zulu in der 250 Kilometer langen Felsmauer.

Reiter in den Drakensbergen

Reiter in den Drakensbergen

Das "Dach Südafrikas", zwischen Johannesburg und Durban gelegen, ist so hoch, dass die Regenwolken vom indischen Ozean an ihm hängen bleiben. Gewaltige Wassermassen regnen hier jedes Jahr ab und lassen eine fruchtbare Landschaft erblühen.

Der höchste Pub Afrikas

Der Film folgt einer Reiseroute durch die schönsten Welterbe-Parks der Drakensberge. Erstes Ziel ist der Sani Pass. Ab und zu werden Reiter- und Eselkarawanen überholt, die ins Königreich von Lesotho unterwegs sind.

Oben auf 3.000 Meter gibt es einen Halt im höchsten Pub Afrikas.

Im Kamberg Naturreservat, tausend Meter tiefer, wandert Richard Duma, ein Heiler und Regenmacher durch die Bergsavanne an einen heiligen Ort, eine Höhle über die ein Wasserfall stürzt. Seit Jahrtausenden haben Menschen diese "nie versiegende Quelle" verehrt.

Noch einmal 500 Meter höher, öffnet sich ein mächtiger Bergüberhang in eine weite Landschaft. Hier finden wir die vielleicht schönsten Felszeichnungen der Buschleute in den Drakensbergen.

Das wichtigste Jagdtier der Ureinwohner war die Elenantilope. Diese größte Antilopenart ist beinahe ausgestorben. Im 'Giants Castle' Naturpark leben die letzten Exemplare. Genau wie auf den Felsbildern ziehen sie in der Sonne den Berg hoch.

Dass die Drakensberge früher anders ausgesehen haben, wird im "Cathedral Peak State Forest" deutlich. Im Mikroklima unter dem dichten Blätterdach hoher Bäume, haben viele seltene Tiere und Pflanzen überlebt.

Mehrere Kilometer breit und tausend Meter hoch

Erfrischung: Frau trinkt aus der Kelle

Erfrischung: Frau trinkt aus der Kelle

Die bekannteste Felsformation der Drakensberge ist das sog. 'Amphitheater', eine mehrere Kilometer breite und tausend Meter in den Himmel ragende Felsbarriere. Hier entspringt ein wasserreicher Fluss aus dem die einheimischen Zulu-Frauen jeden Tag ihre Kalebassen füllen und dann singend nach hause tragen. Sie sagen sie seien stolz darauf, die ersten zu sein, die aus diesem Wasser trinken dürfen.

Heute ist das UNESCO Naturerbe der Drakensberge nicht mehr bedroht. Die südafrikanische Regierung hat erkannt, dass aus einer intakten Natur mehr Nutzen zu ziehen ist, als aus einer zerstörten. Einerseits dient das Gebiet als unentbehrlicher Trinkwasserspeicher für die wachsenden Metropolen, andererseits sieht man auch das touristische Potential der Region.

Bildergalerie

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Afrika: Südafrika

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Richard Duma ist Heiler und Regenmacher. Wenn er Kraft und Inspiration sucht, wandert er zu den heiligen Plätzen seiner Vorfahren.

Richard Duma ist Heiler und Regenmacher. Wenn er Kraft und Inspiration sucht, wandert er zu den heiligen Plätzen seiner Vorfahren.

‚uKhahlamba’, eine abweisende Barriere aus Speeren sahen die Zulu in den bis zu tausend Meter hoch aufragenden Felswänden. ‚Drakensberge’, Berge der Drachen nannten die weißen Siedler das Gebirge.

Eine Figurengruppe stellt das Leben einer steinzeitlichen Sippe dar.

Die uKhahlamba-Berge, die ‚Speerschranke’, sind eine natürliche Grenze nach Lesotho, auch heute noch. Es gibt nur eine einzige Verbindung nach drüben, über den Sani-Paß.

Als die Drakensberge vor 150 Millionen Jahren entstanden, bewohnten riesige Dinosaurier, wirkliche Drachen, den neuen Erdteil, der vom Urkontinent Gondwanaland abgebrochen war.

Zulu-Frauen bereiten auf traditionelle Weise eine Mahlzeit zu. Für die Zulus ist das Quellwasser der Drakensberge heilig.

In den weiten Ebenen unterhalb der Drakensberge sind Pferde nützliche Transportmittel.

Bergpanorama der Drakensberge: Die harten Basaltformationen sind vulkanischen Ursprungs.

Ohne seine reichlichen Ressourcen an Wasser, wäre die Geschichte des südlichen Afrika sicher anders verlaufen.

Auch wenn die Regenzeit ausbleibt, die in den Drakensberge entspringenden Quellen liefern kostbares Wasser.

Im ‚Royal Natal’ Park, dem nördlichsten der Drakensberge, entspringen fünf Flüsse, von denen einige in den Indischen-, andere in den Atlantischen Ozean münden. Die Einheimischen erzählen, dass sie stolz darauf seien, die Ersten zu sein die von diesem Wasser trinken dürfen.

Schattenspiele und Hüttenzauber - in einem Dorf der Zulu.

Richard Duma ist Heiler und Regenmacher. Angst vor den Bergen kennt er nicht mehr. Die Ehrfurcht vor den Kräften der Natur aber hat er sich bewahrt.

Felszeichnungen der San: sie erzählen von Jägern, Tieren und den Mythen, die sie verbanden.

Filmteam beim Aufbau

Die uKhahlamba-Berge, die ‚Speerschranke’, sind eine natürliche Grenze nach Lesotho, auch heute noch.

Jahrtausende lang wollte niemand in dieser wilden Gegend leben, außer den Buschleuten, die in den Hochtälern ihr bescheidenes Auskommen fanden.

Ein natürlicher Schutzwall die Drakensberge Südafrikas zur Grenze Lesothos.

Die Drakensberge sind für die Wasserversorgung Südafrikas sehr wertvoll. Für die vierhundert Kilometer entfernte Millionenstadt Johannesburg ist das saubere Wasser aus den Bergen lebenswichtig. Längst hat man dort den Wert dieser geschützten Region als Wasserreservoir erkannt.

Von den Höhen der Drakensberge bietet sich ein großartiges Landschaftspanorama.

Daten & Fakten

Naturdenkmal: Höchstes Gebirge des südlichen Afrikas, bestehend vorwiegend aus Basaltgestein. Von den Zulu aufgrund der Felsformationen 'uKhahlamba' genannt, 'wand der aufgestellten Speere. Aufgrund vieler Niederschläge reiche Flora und Fauna, seit 1997 Nationalpark.
Kulturdenkmal: Felsmalereien des San-Volkes, die größte Ansammlung von Felsmalereien südlich der Sahara, die sowohl durch ihre Qualität als auch die Vielzahl an Themen herausstechen.
UNESCO-Ernennung: 2000
Geologie
Die Drakensberge entstanden aus vulkanischer Tätigkeit vor circa 180 Millionen Jahren, im Erdzeitalter des Jura. Bestehende Sandsteinschichten wurden von Magma bedeckt, die erkaltet zu einer Basaltschicht wurde. Durch spätere Erosion, vor allem durch Wasser, enstanden die zerklüfteten Felsformationen der Drakensberge.
Felszeichnungen
Eine der Besonderheiten der Felszeichnungen in der uKhahlamba ist, dass sie alle von den San geschaffen wurden, einem Volk das hier für über 4 Jahrtausende lebte.

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