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SENDETERMIN Do, 4.8.2016 | 7:35 Uhr | SWR Fernsehen

Asien: Indien Die Felsentempel von Mahabalipuram

In Mahabalipuram vermittelt das größte Relief der Welt in seiner großartigen Bildsprache die hinduistische Vorstellung von Paradies auf Erden. Hier sind Menschen und Tiere, Götter und Heilige in Liebe und Achtung voreinander an den heiligen Wassern des Ganges vereint.

Mahabalipuram: Indische Kinder mit Elefant

Mahabalipuram: Tempelbezirk von Mahabalipuram

Es war ein kühner Plan, den die Könige aus der Pallava-Dynastie vor anderthalb Tausend Jahren in Südindien hatten: Die bizarre Felslandschaft rund um Mahabalipuram, 50 Kilometer südlich von Madras, sollte in eine Tempelstadt verwandelt werden. Mehrere Steinmetzgenerationen haben rund 200 Jahre lang gearbeitet, um aus dem rohen Granit zierliche und dekorative Tempel zu formen. Heute ist die Tempelstadt ein Wallfahrtsort, zu dem Menschen aus aller Welt kommen. Die einzigartige Tempelstadt lebt und ist keineswegs ein Museum. Der Film zeigt die verschiedenen Gottheiten gewidmeten Tempel, die "Rathas" genannt werden, weil sie wie die prunkvollen Prozessionswagen bei den indischen Tempelfesten aussehen. Sie strahlen ebenso wie das riesige Relief tief empfundene Religiosität aus.

Daten & Fakten

Kulturdenkmal: von den Pallava-Königen gestiftet, aus Granit errichteter »Strandtempel«, Hauptanziehungspunkt das 32x14 m große Relief zur Mythologie des Ganges, auch »Buße des Arjuna« genannt, zudem fünf kleine Tempel, »Rathas« oder »Tempelwagen« genannt, darunter der kleinste der Draupadi-Ratha und der größte der mehrstöckige Dharmaraja-Ratha sowie der mit Löwensäulen ausgestattete Bhima-Ratha von 16x8 m Umfang; die Varhava-Höhle mit den vier berühmten Torwächtern der Pallavas und Mahishamardini-Höhle mit Bildfries aus der Sanskritdichtung Devi Mahatmya

UNESCO-Ernennung: 1984
600-630
Mahendravarman I., Baubeginn von Mahabalipuram
630-668
Narasimhavarman I.
690-715
Bau des »Strandtempels« unter Narasimhavarman II. Rajasimha

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