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SENDETERMIN So, 7.10.2018 | 6:00 Uhr | SWR Fernsehen

Europa: Norwegen Der Geiranger Fjord

Die karge Majestät

Unter den Fjorden Westnorwegens nimmt der Geiranger einen besonderen Rang ein. Wie kein anderer lockt der tief im Land zwischen hohen Bergen gelegene Fjord seit weit über hundert Jahren Touristen an: Naturfreunde, "Nordlandfahrer", wie einst der letzte Deutsche Kaiser, Wilhelm II., der immer wieder mit seiner Yacht "Hohenzollern" hier aufkreuzte.

Geirangerfjord

Geirangerfjord

Sie alle ließen sich von einer Landschaft gefangen nehmen, die selbst Norwegens Königin Sonja nicht anders als mit dem Wort "majestätisch" zu kennzeichnen weiß. Sie tat dies in einem Gästebuch auf einem jener alten Bauernhöfe an den Steilufern des Fjords.

Zu karg, zu mühselig, zu gefährlich

Verlassener Bauernhof Blomberg

Verlassener Bauernhof Blomberg

Die Höfe liegen meist auf hohen Klippen und sind nur über steile Pfade zu erreichen. Bewirtschaftet wird heute keiner mehr, die letzten wurden in der Mitte des vorigen Jahrhunderts verlassen. Zu karg, zu mühselig und auch gefährlich war das Leben dort, in solch einer Einsamkeit. Die Bewohner zog es fort von hier, viele bis nach Amerika.

Heute aber werden die Höfe vor dem Verfall geschützt, sie sind wieder entdeckt worden. Als Kulturerbe.

Kulturdenkmal: Geirangerfjord and Nærøyfjord
UNESCO-Ernennung: 2005
Die westnorwegischen Fjorde Geirangerfjord and Nærøyfjord sind die längsten und tiefsten Fjorde der Welt. Sie faszinieren durch ihre engen und steilen Felswände, die bis auf 1400 Meter hochragen und bis 500 Meter unter den Meeresspiegel reichen. Wasserfälle, Gletscherseen und Wälder entlang der schroffen Felswände formen die natürliche Schönheit der Fjordlandschaft.

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