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SENDETERMIN So, 7.2.2021 | 5:55 Uhr | SWR Fernsehen

Europa: Norwegen Bryggen

Nördlichster Brückenkopf der Hanse

Die norwegische Hansestadt Bergen ist seit 1360 einer der wichtigsten Stützpunkte der Hanse. Hier wurden seither Waren aus aller Welt umgeschlagen. Die deutschen Handelsherren lebten in einem eigenen Viertel: "Bryggen", zu deutsch "Brücke".

Die Höfe, so heißen die Wohn- und Arbeitshäuser, werden meistens von Kaufleuten aus Lübeck geführt.

Die Höfe, so heißen die Wohn- und Arbeitshäuser, wurden meistens von Kaufleuten aus Lübeck geführt.

Das Bild dieses Hafenviertels wird bestimmt durch die erdfarbenen und matt gestrichenen Kontorhäuser aus Holz. Fern von ihrer Heimat führten die deutschen Kaufmänner - nach hanseatischem Recht unverheiratet - ein hartes und entbehrungsreiches Leben. Viele dieser Männer begannen in Bryggen ihre Karriere. Von ihnen und ihren Geschichten erzählt der Film.

Daten & Fakten

Kulturdenkmal: ein Drittel der einstigen, am Hafen Vågen gelegenen Kontorhäuser mit offenen und überdachten Passagen, als Höfe organisiert; u. a. Finnegården, Bellgården, Svensgården und Bredsgården
UNESCO-Ernennung: 1979
um 1070
Stadtgründung durch König Olav Kyrre
1170/71
erstes bekanntes Großfeuer
1198
Großfeuer
um 1360
Einrichtung eines deutschen Kontors
1702
Brand in Bryggen
1754
Auflösung des Deutschen Kontors und Gründung des Norwegischen Kontors
1832-1915
fotografische Ansichten von Bryggen von Kund Knudsen
1872
Gründung des Hanseatischen Museums
1899
Auflösung des Norwegischen Kontors
1927
Denkmalschutz für einen Teil von Bryggen
1944
infolge der Explosion eines Munitionsschiffes im Hafen Zerstörung von Teilen von Bryggen
1955
Brand in Bryggen
1955-69
bei Ausgrabungen Überreste von Holzhäusern aus dem 12. Jh. gefunden
1958
Zerstörung von 14 historischen Gebäuden durch Brand
1962
Übertragung eines Teils von Bryggen an Stiftelsen Bryggen
1963
Denkmalschutz für 58 verbleibende, aus Holz errichtete Kontore
2000
Bergen, europäische Kulturhauptstadt

Copyrightvermerk für Daten & Fakten
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