Bitte warten...

SENDETERMIN Mo, 2.5.2016 | 15:30 Uhr | 3sat

Europa: Italien Äolische Inseln

Schwestern aus Feuer und Wind

Graugelber Schwefelschlamm, giftige Dämpfe und schwarze Asche - es brodelt im Tyrrhenischen Meer. Wo sich die Kontinentalplatte Afrikas unter die eurasische schiebt, entstand Vulkanismus.

Um das Video abspielen zu können, benötigen Sie Javascript. Bitte aktivieren Sie dies in Ihrem Browser.
Burgberg von Lipari Stadt

Burgberg von Lipari Stadt

Nach und nach erhoben sich Feuerberge aus dem Meer und bildeten Inseln, die heute wie ein Siebengestirn vor der Nordküste Siziliens liegen: Lipari, Vulcano, Stromboli, Salina, Panarea, Alicudi und Filicudi. Vulkanismus prägt die einzigartige Landschaft dieser äolischen Inselgruppe, Feuerberge bestimmen das Leben der Bewohner. Manche sind stumm und erloschen, andere immer noch aktiv wie der Stromboli oder Vulcano.

Früh schon kamen die ersten Siedler, angelockt von den fruchtbaren Böden. Griechen und Römer lebten auf den äolischen Inseln, handelten weltweit mit Obsidian, dem wertvollen vulkanischen Glasgestein. Bis ins 19. Jahrhundert blühte der Wohlstand, dann kam der Niedergang. Über ein Drittel der Bevölkerung wanderte zwischen 1900 und 1950 nach Amerika und Australien aus.

Wo der Windgott Aeolus seinen Wohnsitz hatte und Vulcanus, der Gott des Feuers hauste, forschen heute Geowissenschaftler, Archäologen und Biologen. Die Region am Rande Europas, die seit alters her als besonders schön, fruchtbar und gefährlich gilt, wird heute von Touristen neu entdeckt.

Daten & Fakten

Naturdenkmal: Inselgruppe Äolische Inseln
UNESCO-Ernennung: 2000
Bedeutung
Vulkanisch entstandene Inseln: geologisch und geophysikalisch für die weltweite Vulkanismusforschung von größter wissenschaftlicher Bedeutung
Lage
Tyrrhenisches Meer
Bewohnte Inseln
Vulkano, Lipari, Salina, Filicudi, Alicudi, Panarea, Stromboli

Copyrightvermerk für Daten & Fakten
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010

Aktuell im SWR