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Widerstand? Wie viel wusste Rommel?

Im Laufe des Zweiten Weltkriegs wächst die Opposition zum NS-Regime. Unter den Widerstandsgruppen gibt es auch einen kleinen Kreis von Wehrmachtsoffizieren um Claus Schenk Graf von Stauffenberg, die sich zu einem Attentat auf Hitler entschließen. Der Anschlag vom 20. Juli 1944 misslingt. Rommel wird immer wieder mit dem militärischen Widerstand in Verbindung gebracht.

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Spielfilmszene: Kann man Rommel für Umsturz-Pläne gewinnen?

SWR

General Stülpnagel und sein Adjutant Caesar von Hofacker gehören zum militärischen Widerstand gegen Hitler. Sie wünschen sich Rommels Unterstützung. General Speidel ist Mitte 1944 Rommels engster Mitarbeiter. Kann Speidel seinen Vorgesetzten für die Pläne gewinnen?

Wie viel wusste Rommel von den Umsturzplänen?

historische Aufnahme von General Carl-Heinrich von Stülpnagel

Carl-Heinrich von Stülpnagel

Im Mai 1944 kommt Rommel mit Carl-Heinrich von Stülpnagel zusammen,1944 Militärbefehlshaber in Frankreich und Mitverschwörer Stauffenbergs. Beide treffen sich in einem Landhaus vor den Toren vor Paris. Ob Stülpnagel Rommel dabei auf Attentatsvorhaben angesprochen hat, ist unbekannt, der Inhalt des Gesprächs ist nicht überliefert.

Dagegen spricht, dass Rommel zu dieser Zeit von den Verschwörern wohl noch als hitlertreuer General angesehen wurde, der davon überzeugt schien, den Versuch einer alliierten Invasion erfolgreich abwehren zu können. Anders ist die Lage dann am 9. Juli 1944, als der Mitverschwörer Caesar von Hofacker Rommel in dessen Hauptquartier in La Roche-Guyon aufsucht. Zu diesem Zeitpunkt ist die Landung der Alliierten nicht nur geglückt, sondern es droht sogar ein rascher Zusammenbruch der gesamten deutschen Westfront.

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"Kein Initiator des Widerstands"

SWR

Oberstleutnant Thomas Vogel (Militärgeschichtliches Forschungsamt Potsdam) zu einer vermeintlichen Verbindung Rommels zum Widerstand gegen das Regime

Hofacker hat den Auftrag, Rommels Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Verschwörern zu sondieren. Er trifft auf einen Feldmarschall, der jetzt davon überzeugt ist, dass das Militär am Ende seiner Möglichkeiten sei und die Politik die Konsequenzen aus der aussichtslosen Lage ziehen müsse.

Von dem Vieraugengespräch existieren weder eine Mitschrift noch persönliche Notizen der Gesprächspartner. Wir wissen darüber nur von Dritten, die Hofacker nach dem Gespräch informierte. Es liegt aber nahe, dass Hofacker Rommel fragte, ob er bereit sei, sich einer neuen Regierung zur Verfügung zu stellen. Denn es war ja der Zweck der Sondierung, Persönlichkeiten zu gewinnen, die einen politischen Neuanfang glaubwürdig verkörpern konnten. Dass Rommel auf diese Frage positiv geantwortet hat, legen spätere Verhöre der Verschwörer nahe.


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"Rommel gehört zu einer Zwischenkategorie"

SWR

Der britische Historiker Richard Overy über Rommels Rolle in der Verschwörung gegen Hitler


Autor: Thomas Fischer