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Die historischen Personen und Darsteller im Film

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Rommel und die Generäle

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Benjamin Sadler spielt Hans Speidel (1897-1984)
Seit April 1944 Chef des Generalstabes der Heeresgruppe B und somit enger Mitarbeiter Rommels, unterhält der gebürtige Württemberger Verbindungen zum Widerstand und versucht seinen Vorgesetzten für die Pläne der Verschwörer zu gewinnen. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler wird er verhaftet und verhört. Inwieweit seine Aussagen Rommel belasten, bleibt umstritten. Nach dem Krieg wird Speidel 1950 militärischer Berater von Bundeskanzler Adenauer, 1955 Generalleutnant der neugegründeten Bundeswehr und schließlich 1957 NATO-Oberbefehlshaber der alliierten Landstreitkräfte in Mitteleuropa. Seine Veröffentlichungen in dieser Zeit prägen nachhaltig das Bild von Rommel als Verkörperung des "sauberen deutschen Soldatentums".

Benjamin Sadler spielt Hans Speidel (1897-1984)
Seit April 1944 Chef des Generalstabes der Heeresgruppe B und somit enger Mitarbeiter Rommels, unterhält der gebürtige Württemberger Verbindungen zum Widerstand und versucht seinen Vorgesetzten für die Pläne der Verschwörer zu gewinnen. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler wird er verhaftet und verhört. Inwieweit seine Aussagen Rommel belasten, bleibt umstritten. Nach dem Krieg wird Speidel 1950 militärischer Berater von Bundeskanzler Adenauer, 1955 Generalleutnant der neugegründeten Bundeswehr und schließlich 1957 NATO-Oberbefehlshaber der alliierten Landstreitkräfte in Mitteleuropa. Seine Veröffentlichungen in dieser Zeit prägen nachhaltig das Bild von Rommel als Verkörperung des "sauberen deutschen Soldatentums".

Hubertus Hartmann spielt Carl-Heinrich von Stülpnagel (1886-1944)
Der langjährige Kritiker des NS-Regimes ist seit Februar 1942 Chef der Militärverwaltung im besetzten Frankreich und im Sommer 1944 Kopf der aktiven Verschwörer in der französischen Hauptstadt. Während des Attentats vom 20. Juli 1944 gelingt es ihm, die wichtigsten Funktionäre der SS, des SD und der Gestapo in Paris festzunehmen. Als aber die Nachricht vom Scheitern des Attentats durchsickert, wird er seines Amtes enthoben, verhaftet und direkt nach seiner Verurteilung am 30. August 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Tim Bergmann spielt Caesar von Hofacker (1896-1944)
Stülpnagels Adjutant ist seit der Besetzung Frankreichs im Juni 1940 in der deutschen Militärverwaltung in Paris tätig. Als Vetter Stauffenbergs ist er ein wichtiger Verbindungsmann zwischen den Widerstandsgruppen in Paris und Berlin. Bei einem Treffen mit Rommel am 9. Juli 1944 sondiert er die Bereitschaft des Feldmarschalls zur Zusammenarbeit mit den Verschwörern. Nach dem Scheitern des Attentats auf Hitler wird von Hofacker verhaftet und verhört. Einiges deutet darauf hin, dass er unter Folter mehrere Personen, darunter auch Rommel, belastet. Von Hofacker wird vor den Volksgerichtshof gestellt, zum Tode verurteilt und am 20. Dezember 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Thomas Thieme spielt Günther von Kluge (1882-1944)
Als von Kluge Anfang Juli 1944 zum Oberbefehlshaber West in Frankreich ernannt wird, setzen die Verschwörer in Paris große Hoffnungen auf ihn als Schlüsselfigur zum Gelingen des geplanten Attentats. Bereits als Befehlshaber an der Ostfront ist er über seinen dortigen Generalstabsoffizier Henning von Tresckow in die Existenz von Umsturzplänen eingeweiht. Im Juli 1944 scheint er sich zunächst auf die Seite der Verschwörer zu schlagen, als er aber von Hitlers Überleben beim Attentat erfährt, verweigert er seine Teilnahme am Putsch. Da er aber andere militärische Positionen vertritt als Hitler und verdächtigt wird, in das Attentat verstrickt zu sein, setzt ihn der Diktator am 16. August 1944 ab. Drei Tage später begeht von Kluge Selbstmord. In seinem Abschiedsbrief betont er seine Loyalität gegenüber Hitler, fordert aber den Diktator dazu auf, notfalls den aussichtslos gewordenen Kampf zu beenden.

Hanns Zischler spielt Gerd von Rundstedt (1875-1953)
Von Kluges Vorgänger als Oberbefehlshaber West ist seit März 1942 u.a. für die Abwehr einer alliierten Invasion an der französischen Küste zuständig. Nach der erfolgreichen Landung der Alliierten in der Normandie im Juni 1944 scheut er vor deutlicher Kritik an der Verteidigungsstrategie der obersten Militärführung um Hitler nicht zurück, schließt sich aber dem aktiven militärischen Widerstand nicht an. Er wird Anfang Juli abgelöst und übernimmt Anfang August den Vorsitz des neuen Ehrenhofs der Wehrmacht, der nach dem Attentat vom 20. Juli zahlreiche Mitglieder des militärischen Widerstands aus der Wehrmacht ausstößt. Nach von Kluges Selbstmord kehrt von Rundstedt Anfang September auf seinen alten Posten als Oberbefehlshaber West zurück. In dieser Funktion hält er die Gedenkrede bei dem Staatsakt für Rommel im Ulmer Rathaus.

Klaus J. Behrendt spielt Heinz Guderian (1888-1954)
Guderian, von März 1943 bis Juli 1944 Generalinspekteur der Panzertruppen, gehört zu denjenigen hohen Offizieren, die nicht Teil des Widerstands sind und ein Attentat auf Hitler vehement ablehnen. Nach dem 20. Juli 1944 wird er Chef des Generalstabes des Heeres. Als Mitglied des von Hitler berufenen Ehrenhofs der Wehrmacht ist er auch dafür verantwortlich, dass diejenigen Soldaten, die in die Verschwörung des 20. Juli 1944 verwickelt sind, aus der Wehrmacht ausgestoßen werden. Damit werden sie nicht mehr vor ein Militärgericht, sondern vor den berüchtigten Volksgerichtshof gestellt.

Ulrich Tukur als Erwin Rommel
Der Fernsehfilm
10.11.2016 | 23.45 Uhr | SWR Fernsehen
Die Dokumentation
13.11.2016 | 11.30 Uhr | SWR Fernsehen
Comenius EduMedia Siegel 2013