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SENDETERMIN Mi, 29.5.2019 | 5:00 Uhr | Das Erste

Vollnarkose statt örtlicher Betäubung Wie Ärzte und Patienten unter Lieferengpässen leiden

Nach Recherchen von REPORT MAINZ bestehen seit Anfang des Jahres Lieferschwierigkeiten für viele wichtige Lokalanästhetika. Anästhesisten klagen, zahlreiche Patienten müssten mit Narkosemitteln der zweiten oder sogar dritten Wahl versorgt werden.

Anästhesisten in Deutschland schlagen Alarm. Denn es fehlen lokale Betäubungsmittel. Die Folge: Schätzungsweise Tausende Patienten mussten bundesweit in den vergangenen Monaten unnötigerweise unter Vollnarkose operiert werden.

Nach Angaben des Berufsverbands Deutscher Anästhesisten sorgen die Lieferengpässe bei den lokalen Betäubungsmitteln für massive Probleme in deutschen Krankenhäusern. Nach Recherchen von REPORT MAINZ handelt es sich um zahlreiche Präparate des südafrikanischen Pharmakonzerns Aspen.

Das Unternehmen bestätigt die Engpässe und erklärt: Die Lieferschwierigkeiten seien bedingt durch produktionstechnische Probleme und limitierte Produktionskapazitäten. Das Bundesgesundheitsministerium teilte in einer Stellungnahme mit: "Bisher liegen uns keine Informationen dazu vor, dass es aufgrund der oben genannten Lieferengpässe zu gravierenden Einschränkungen in der Patientenversorgung gekommen ist."

4:06 min | Mi, 29.5.2019 | 5:00 Uhr | Das Erste

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