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SENDETERMIN Di, 4.11.2014 | 21:45 Uhr | Das Erste

Überquellende Asylunterkünfte Warum lange anerkannte Flüchtlinge keine Bleibe finden

Familie Mannan ist vor dem Bürgerkrieg in Syrien nach Deutschland geflohen. Hier leben sie in einem Asylbewerberheim, zu sechst in zwei Zimmern. Dabei könnten sie längst ausziehen, denn die Familie ist schon seit einem halben Jahr anerkannt und darf in Deutschland bleiben. Aber sie finden keine Wohnung.

Im Internet, in der Zeitung - überall suchen sie, aber kein Vermieter nimmt sie. Dabei würde ihr Zimmer in der Asylbewerberunterkunft dringend für neue Flüchtlinge gebraucht.

Wie viele anerkannte Flüchtlinge in Deutschland in den Asylbewerberunterkünften bleiben, weiß niemand genau. Denn jeder Landkreis, jede Kommune zählt es einzeln. Doch zufällig ausgewählte Beispiele zeigen: Das Problem zieht sich quer durchs Land. Im Main-Taunus-Kreis zum Beispiel könnten 15 Prozent der Flüchtlinge aus den Asylbewerberunterkünften ausziehen, in Bayern sind es 12 Prozent.

Dass Menschen wie Familie Mannan nicht aus den Asylbewerberunterkünften heraus kommen, sei fatal, urteilt Pro Asyl. Je mehr Leute zum Weiterwohnen in den Flüchtlingsunterkünften gezwungen seien, umso mehr gebe es dort einen Rückstau. Das Unterbringungsproblem verschärfe sich, wenn es keinen Abfluss aus den Unterkünften gebe. Die Politik müsse endlich nach Lösungen für diese Menschen suchen, fordert Pro Asyl.


4:30 min | Di, 4.11.2014 | 21:45 Uhr | Das Erste

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Dr. Andrej Holm ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Stadt- und Regionalsoziologie der Humboldt-Universität Berlin und forscht seit Jahren zur Wohnungspolitik in Deutschland.


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