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08.11.2019 | Bremer Fernsehpreis SWR-Reporter gewinnen Fernsehpreis

Für Ihre Recherchen über kriminelle Datenhändler bei Online-Jobbörsen sind Reporter des SWR mit dem Bremer Fernsehpreis in der Kategorie "beste Recherche" ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung wird jedes Jahr für besondere journalistische Leistungen in den Dritten Programmen der ARD vergeben.

Die Preisträger Judith Brosel, Jürgen Rose, Nick Schader, Adrian Peter und Birgitta Weber (v.l.)

Die Preisträger Judith Brosel, Jürgen Rose, Nick Schader, Adrian Peter und Birgitta Weber (v.l.)

Judith Brosel und Nick Schader von der "Recherche-Unit" in Mainz hatten gemeinsam mit Jürgen Rose von "Zur Sache Baden-Württemberg" in SWR Aktuell BW über Datenhändler berichtet, die auf der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ihr Unwesen treiben. Die Reporter hatten dabei aufgedeckt, dass sich hinter tausenden Stellenanzeigen der Agentur-Jobbörse in Wahrheit Datenhändler verbergen, die auf diese Weise massenhaft Bewerberdaten sammeln. In ihren Recherchen konnten die SWR-Reporter nachweisen, dass die Datenhändler vollständige Bewerbungsmappen zum Kauf anboten. Durch die Gründung einer Schein-Firma konnten die Reporter diesen illegalen Handel letztendlich beweisen. Die Recherchen hatten für bundesweite Schlagzeilen gesorgt. Neben den SWR-Programmen in Hörfunk und Fernsehen berichteten auch die Tagesschau und unzählige Zeitungen über die SWR-Recherchen. Mittlerweile läuft ein Ermittlungsverfahren gegen den mutmaßlichen Hauptverantwortlichen des illegalen Datenhandels. Als Reaktion auf den Datenskandal hat die Bundesagentur für Arbeit ihre Jobbörse umgebaut, um weiteren Missbrauch zu verhindern. Zudem wurden mehr als 100.000 verdächtige Jobangebote gelöscht.