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Gespräche statt Polizeieinsätze Geplante Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst abgesagt

Nach Informationen von REPORT MAINZ wurde eine für Montag geplante Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst abgesagt.

Räumung im Hambacher Forst

Räumung im Hambacher Forst

Das zuständige Amt der Stadt Düren sei am Donnerstag gegen Mittag telefonisch über diese Entscheidung informiert worden. Demnach war der Einsatz ursprünglich für Montag geplant gewesen und sei kurzfristig abgesagt worden.

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei NRW, Michael Mertens, begrüßt die Entscheidung. Es sei die Zeit für politisches Handeln, nicht der Polizei. Die Politik müsse nun eine Entscheidung treffen, wie es mit dem Tagebau und dem Hambacher Forst weitergehe.

Gegenüber REPORT MAINZ erklärt Mertens: „Wenn es dann am Ende zu einer Räumung kommt, muss sie nachhaltig sein. Die Gefährdung bei der Räumung der Baumhäuser ist extrem hoch. Das ist ein lebensgefährlicher Akt in dieser Höhe. Das gilt für die handelnden Akteure auf beiden Seiten. Wir haben ja leider gesehen, dass dabei im vergangenen Jahr ein Reporter zu Tode gekommen ist.“

Weder das Polizeipräsidium Aachen noch das zuständige Landesbauministerium waren bisher für eine aktuelle Stellungnahme erreichbar.

Am Mittwoch fand im Hambacher Forst eine Begehung durch die Polizei statt. Laut Agenturmeldungen hatte das nordrhein-westfälische Bauministerium die Stadt Kerpen und den Kreis Düren angewiesen, die nach der letzten Räumung neu errichteten Baumhäuser aus Sicherheitsgründen zu entfernen. Für das kommende Wochenende haben Umweltaktivisten einen Protestmarsch durch den Wald angekündigt.