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17. September 2007 Mutmaßliche Bombenbauer besuchten die Moschee eines Hasspredigers in Frankfurt

Mainz, 17.09.07 – Die Gruppe um den mutmaßlichen islamistischen Bombenbauer Fritz Gelowicz hatte Kontakte in die afghanische Moschee des Frankfurter Hasspredigers, Said Khobaib Sadat, im Stadtteil Riederwald. Wie REPORT MAINZ herausgefunden hat, haben Gelowicz und seine beiden Kundschafter, die Silvester vorigen Jahres die Hanauer US-Kaserne ausspionierten, zuvor in der afghanischen Riederwald-Moschee das Opferfest gefeiert. Ermittler gehen davon aus, dass die Ausspähung der Hanauer US-Kaserne erste Anschlagsvorbereitungen darstellen.

Auch ein weiterer mutmaßlicher Bombenbauer, der 29-jährige Türke Adem Yilmaz aus Langen, habe nach Recherchen des „stern“ Sadats Moschee in Frankfurt besucht.

In dieser Moschee predigt der vom Hessischen Verfassungsschutz als Hassprediger eingestufte Imam Sadat. Report MAINZ hat bereits vor zwei Jahren berichtet, dass Sadat enge Beziehungen zu dem afghanischen Kriegsherrn und scharfen Gegner der Regierung in Kabul, Gulbudin Hekmatyar, unterhält. Ein Video, das ein Telefonat Sadats mit dem radikalen Kriegsherrn zeigt, hatte REPORT MAINZ bereits 2005 veröffentlicht. Außerdem geht aus Akten der Sicherheitsbehörden hervor, die der Redaktion vorliegen, dass Sadat schon 2003 massive Hetzreden gegen Amerikaner und Juden hielt. Nach Augenzeugenberichten tut er das bis heute.

Moscheebesucher berichten gegenüber REPORT MAINZ, dass der Prediger auch in letzter Zeit erneut zum Jihad in Afghanistan aufgerufen habe. Meistens vor dem Freitagsgebet, sprach er vom „Jihad gegen die Amerikaner, gegen die Nato, die Ungläubigen, die Regierung in Afghanistan.“ – Seine Worte waren: „Bringt die Ungläubigen um, verscheucht die Amerikaner aus Afghanistan, wenn es sein muss mit Gewalt. Wenn sie nicht hören, müssen sie bluten.“

Sadat wendet sich mit seinen Vorstellungen besonders an jugendliche Muslime, er versuche sie im seinen Sinne zu beeinflussen, wie ein weiterer Zeuge berichtet.

Der Hassprediger Sadat hat eine Stellungnahme gegenüber REPORT MAINZ abgelehnt.

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