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SENDETERMIN Di, 5.7.2016 | 21:45 Uhr | Das Erste

Pflegefall statt Rehapatient Krankenkassen verweigern häufig Reha - Patienten droht Pflegebedürftigkeit

Die 89-jährige Maria B. ist schwer gestürzt und hat sich dabei die Schulter gebrochen. Ihre Tochter hatte Angst, dass sie jetzt zum Pflegefall werden könnte. Um das zu verhindern, sollte die Dame schon kurz nach der Operation in einer Reha-Klinik mobilisiert werden. Doch die Krankenkasse sah dafür keine Notwendigkeit. Eine "ambulante Behandlung" sei ausreichend, schreibt sie der Patientin und empfiehlt unter anderem eine "medikamentöse Schmerztherapie". Da die Tochter davon überzeugt ist, dass ihre Mutter nur mit Schmerzmitteln nie mehr ihren Arm heben können wird, legt sie Widerspruch gegen die Entscheidung der Kasse ein.

Gesundheitsökonomen, wie Prof. Heinz Rothgang von der Universität Bremen, sehen einen Anreiz für Krankenkassen, Reha für Pflegebedürftige nicht zu bewilligen. Die Krankenkasse muss zwar für die Behandlung zahlen, wenn aber Patienten dadurch später oder gar nicht pflegebedürftig werden, profitiert in erster Linie die Pflegekasse.

Gesundheitspolitiker der CDU, wie der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel, wollen das jetzt ändern. Derjenige, der von der Reha profitiere, solle sie auch bezahlen – nämlich die Pflegeversicherung. Davon aber müssen die CDU-Politiker erst einmal den Gesundheitsminister aus der eigenen Partei überzeugen.

3:12:06 h | Di, 5.7.2016 | 21:45 Uhr | Das Erste

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REPORT MAINZ fragt Ingo Dörr

Ingo Dörr ist Geschäftsführer des Arbeitskreis Gesundheit e.V.

5:02 min | Di, 5.7.2016 | 21:45 Uhr | Das Erste

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REPORT MAINZ fragt Matthias Lutsch

Matthias Lutsch ist Verwaltungsleiter des Rehabilitations- und Präventionszentrums Bad Bocklet.

aus der Sendung vom

Di, 5.7.2016 | 21:45 Uhr

Das Erste

Bericht

Autor:
Gottlob Schober

Kamera:
Andreas Deinert, Christian Saal, Thomas Schäfer

Schnitt:
Roland Rossner

Sprecher:
Gottlob Schober