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SENDETERMIN Mi, 21.8.2019 | 5:00 Uhr | Das Erste

Ökopunkte als moderner Ablasshandel? Die Ökopunkte-Lüge - Wie mit der Natur Kasse gemacht wird

Ökopunkte sollen eigentlich für umweltgerechten Ausgleich von Baumaßnahmen sorgen. Recherchen von REPORT MAINZ zeigen, dass das System mit Ökopunkten oft nicht funktioniert. Umweltschützer sprechen von "modernem Ablasshandel" für die Bauindustrie.

Wenn irgendwo in Deutschland ein Baugebiet ausgewiesen wird, muss dafür laut Gesetz ein Ausgleich geschaffen werden. Man könnte für 10 Hektar neue Versiegelung, 10 Hektar Beton an anderer Stelle abreißen. Doch das passiert fast nie. Denn der "Ausgleich" kann z.B. auch über sogenannte "Ökopunkte" gemacht werden. Kritiker bezeichnen das als modernen Ablasshandel. Ein Beispiel: ein Acker wird in eine Wiese umgewandelt – dafür kann sich der Besitzer "Ökopunkte" gutschreiben lassen. Und diese Ökopunkte darf er verkaufen – an eine Kommune oder einen Bauträger. Und die können damit dann ihr Bauvorhaben ausgleichen. Für die Kommunen ist es damit einfacher geworden, neue Baugebiete auszuweisen – wer keine Ausgleichsfläche hat, kauft Punkte. Und die gibt`s mittlerweile sogar bei Ebay. Ein Freifahrtschein für eine weitere Versiegelung, sagen Kritiker.

aus der Sendung vom

Mi, 21.8.2019 | 5:00 Uhr

Das Erste

Bericht

Autor:
Nick Schader, Niklas Maurer

Kamera:
Enrico Mock, Kevin Stachorowski

Schnitt:
Steffen Steup

Sprecher:
Nick Schader