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SENDETERMIN Di, 11.7.2017 | 21:45 Uhr | Das Erste

Nazis an der langen Leine Hielten Verfassungsschützer ihre schützende Hand über die Neonaziorganisation "Blood and Honour"?

"Trotz Verbot nicht tot" – diesen Slogan benutzt Blood and Honour noch heute. Wie kann es sein, dass die Neonazi-Organisation bis heute fortbesteht – und welche Rolle spielt dabei der Verfassungsschutz?

Ultra-rassistisch, elitär, sogar mit terroristischem Arm – das sind die Markenzeichen von Blood and Honour. Im Jahr 2000 wurde die Neonazi-Organisation in Deutschland verboten. Was sie aber nicht daran hinderte, im Untergrund weiterzumachen. Recherchen von REPORT MAINZ und FAKT zeigen nun, wie der Verfassungsschutz dazu beitrug. Über Jahre wurde vom Bundesamt für Verfassungsschutz die Existenz bundesweiter Strukturen geleugnet, nie gab es daher zentrale Ermittlungen vom Generalbundesanwalt. Ermittler beschwerten sich immer wieder über die mangelnde Kooperationsbereitschaft des Verfassungsschutzes – denn der berief sich gerne auf den "Quellenschutz". Es flossen also kaum Informationen an Ermittler, da dadurch angeblich Quellen, also V-Leute, enttarnt werden könnten. So liefen Ermittlungen immer wieder ins Leere - und Blood and Honour gibt es noch heute.