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Nachgefragt am 10.01.2013 Mollath-Anwalt geht in die Offensive

Gerhard Strate erstattet Strafanzeige

Gerhard Strate, der Anwalt des womöglich zu Unrecht in der Psychiatrie sitzenden Gustl Mollath, geht in die Offensive. Er erstattete gegen einen Nürnberger Amtsrichter und den Leiter des Bezirkskrankenhauses in Bayreuth Strafanzeige wegen des Verdachts der schweren Freiheitsberaubung.

Darin geht es vor allem um zwei von dem Amtsrichter 2004 erzwungene Aufenthalte Mollaths für mehrere Wochen in der Klinik am Europakanal in Erlangen 2004 sowie in Bayreuth 2005. Die Befragungen Mollaths und seine fortdauernde Beobachtung dort seien verbotene Vernehmungsmethoden gewesen. Strate argumentierte, Mollath sei nur eingesperrt worden, weil er sich zuvor einer psychiatrischen Begutachtung verweigert habe. Er habe damit mürbe gemacht werden sollen. Die damals während der erzwungenen Aufenthalte erstellten Beurteilungen Mollaths bildeten jedoch die wesentliche Grundlage für die späteren Gutachten, die Mollaths dauerhafte Unterbringung ermöglicht hätten.

Mollaths Anwalt kündigte außerdem an, bis Anfang Februar einen Antrag auf ein Wiederaufnahmeverfahren zu stellen. Strate sagte, er wolle bis Ende Januar abwarten, zu welchem Ergebnis die damit befasste Staatsanwaltschaft Regensburg gekommen sei, um dann gegebenenfalls den Antrag zu stellen. Der Sprecher der Regensburger Staatsanwaltschaft, Wolfhard Meindl sagte daraufhin, man sei noch mit dem Fall befasst. Derzeit würden Personen befragt und Akten studiert, ob es einen Grund für ein Wiederaufnahmeverfahren gebe.

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