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Nachgefragt am 9. November 2016 Tierhaltungsverbot für Ferkelzüchter Adrianus Straathof endgültig bestätigt

Schwein

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Deutschlands größter Ferkelzüchter Adrianus Straathof darf endgültig in Deutschland keine Schweine halten oder betreuen.
Der Landkreis Jerichower Land hatte dem Ferkelzüchter bereits im November 2014 die sogenannte Tierhalteerlaubnis entzogen. Dagegen hatte Straathof geklagt. Nach dem Verwaltungsgericht bestätigt nun auch das Oberverwaltungsgericht Entscheidung des Landkreises. In der Begründung des Verwaltungsgerichts heißt es: Als Tierhalter trage Straathof die Verantwortung für „tierschutzwidrige Haltungsbedingungen“ in seinen Anlagen. Sauen seien zu lange in zu schmalen und zu kurzen Kastenständen fixiert worden. Kranke und verletzte Tiere seien nicht ausreichend versorgt worden. Außerdem ist das Gericht davon überzeugt, dass mit „überzähligen Ferkeln und sog. Kümmerern“ tierschutzwidrig umgegangen wurde. In einer Presseerklärung des Gerichts heißt es: “Eine tierärztliche Krankenbehandlung solcher Ferkel habe es nicht gegeben, sondern eine Anweisung durch den Kläger, Tiere, die binnen einer Woche in der "Krankenbucht" nicht gesundeten, zu töten.“ Aufgrund der Schwere und der Vielzahl der festgestellten Verstöße sieht das Verwaltungsgericht keine positive Prognose für die Zukunft.

Report Mainz berichtete am 16.12.2014

Bei Kontrollen in einer Ferkelzuchtanlage der Straathof Holding stellen Veterinärbehörden wiederholt schwere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz fest. Hunderte Tiere seien krank oder schwer verletzt. Fotos und Videos zeigen Ferkel mit bakteriellen Hautentzündungen, offenen Wunden, Leistenbrüchen. Für die Veterinäre steht fest, dass sehr viele Tiere unzureichend behandelt wurden, dadurch schwer gelitten hätten. Wegen dieser und anderer Verstöße gegen Tierschutzauflagen verbietet die Behörde Deutschlands größtem Ferkelzüchter mit sofortiger Wirkung das Halten und Betreuen von Schweinen. Adrianus Straathof klagt dagegen vor dem Verwaltungsgericht in Magdeburg.