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SENDETERMIN Di, 6.11.2018 | 21:45 Uhr | Das Erste

Moria auf Lesbos Katastrophale Zustände in griechischen Flüchtlingslagern trotz EU-Millionen

Moria auf Lesbos gilt als eines der schlimmsten Flüchtlingslager der Welt. Die EU hat insgesamt 1,6 Milliarden Euro für die Versorgung und Unterbringung der Flüchtlinge in Griechenland bereitgestellt – wo ist all das Geld geblieben?

Drei Jahre sind seit der so genannten Flüchtlingskrise vergangen. Noch immer leben viele Asylbewerber auf den griechischen Inseln in Zelten, die Unterkünfte sind hoffnungslos überfüllt. Viele Flüchtlinge berichten über mangelhafte Essensversorgung, fehlende medizinische Hilfe, schlechte hygienische Bedingungen. Dabei hätten die Hilfsgelder der EU diese Zustände eigentlich beseitigen sollen.

Doch ehemalige Ministeriumsmitarbeiter schildern REPORT MAINZ Fälle von Missmanagement. Zahlreiche Verträge an Unternehmer rund um die Flüchtlingsversorgung werden ohne reguläre Veröffentlichung einer Ausschreibung im so genannten Schnellverfahren vergeben. Oppositionspolitiker kritisieren, dass sich ein Kartell von Firmen gebildet habe. Und ehemalige griechische Beamte beklagen, dass sich die EU für die Zustände vor Ort lange nicht interessiert hat – stattdessen sei einfach immer neues Geld geflossen.