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SENDETERMIN Di, 6.3.2012 | 21:45 Uhr | Das Erste

Mit Entführungen und Nazivergleichen kämpft ein Franzose gegen deutsche Jugendämter Kampf ums Kind

Im Oktober 2008 entführt Beata Pokrzeptowicz-Meyer ihren eigenen Sohn nach Polen. Sie habe zwei Helfer gehabt. Einer von ihnen sei, nach ihren Aussagen, Olivier Karrer gewesen. Er selbst hat den Zugang zu seinem Sohn nach einem Sorgerechtsverfahren in Deutschland verloren und den Verein CEED gegründet. Der Verein führt einen regelrechten Kreuzzug gegen Deutsche Behörden, bezeichnet zum Beispiel Jugendämter als Nazi-Organisationen.

Trotzdem ist er immer noch auf freiem Fuß. Beata Pokrzeptowicz-Meyer wurde im Februar vom Landgericht Düsseldorf zu einer milden Bewährungsstrafe verurteilt. Im Urteil wird Karrer erstmals offiziell als Mittäter bei einer Entführung bezeichnet. Das Landgericht glaubt Beata Pokrzeptowicz-Meyer und hält fest, es habe „keinen Zweifel an der Richtigkeit“ ihrer „Darstellung“. Auch im Entführungsfall Ritter-Colombo sollen die Kinder Olivier Karrer wiedererkannt haben. Gegenüber REPORT MAINZ sagte der Vater Tobias Ritter: „Die Kinder sind in Mailand nach der Entführung verhört worden, ihnen sind Bilder gezeigt worden, ob sie den Mann auf den Bildern erkennen und haben ganz klar gesagt; Ja, ja, das ist Olivier“.

Wir möchten Olivier Karrer mit allen Vorwürfen konfrontieren. Schriftlich antwortet er uns, geht darin aber auf seinen eigenen Anteil bei den Entführungen nicht ein. Deutsche würden die „Welt der Kinder und der Familie außerhalb ihrer Deutschen Gerichtsbarkeit nie verstehen können.“ Deutsche Behörden, vor allem Jugendämter würden verbrecherisch handeln und die Kinder entführen. Gegen Olivier Karrer laufen inzwischen Ermittlungsverfahren.

aus der Sendung vom

Di, 6.3.2012 | 21:45 Uhr

Das Erste

Bericht

Autoren:
Gottlob Schober, Edgar Verheyen
Kamera:
Andreas Kerle, Jens Lackmann, Thomas Schäfer
Schnitt:
Niko Zakarias
Sprecher:
Gottlob Schober