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SENDETERMIN Di, 9.4.2019 | 21:45 Uhr | Das Erste

Menschenrechtsverletzungen, leidende Bevölkerung Die verfehlte Naturschutzpolitik von Bundesregierung und KfW in Afrika

Naturschutz ist ein wesentlicher Bestandteil deutscher Entwicklungshilfe. So finanzieren die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Entwicklungsministerium Nationalparks in Afrika mit Millionenbeträgen. Nationalparks, in denen mutmaßlich schwerste Menschenrechtsverletzungen begangen werden.

Besonders drastisch sind die Schilderungen aus dem Salonga National Park in der Demokratischen Republik Kongo. Mehrere betroffene Dorfbewohner berichten dort von Gruppenvergewaltigungen, Mord und Folter. Als mutmaßliche Täter benennen sie die Wildhüter des Nationalparks, die eigentlich die einheimische Tierwelt vor Wilderern schützen sollen. Eben jene Wildhüter werden aus Deutschland mitfinanziert - mit Gehalt und Ausrüstung.

Auch in Madagaskar werden mehrere Schutzgebiete von der deutschen KfW gefördert. Im vergangenen Jahr hat der SPD-Entwicklungspolitiker Sascha Raabe einen dieser Parks besucht und ein vernichtendes Fazit gezogen: Die einheimische Bevölkerung profitiere kaum, ihm wurde sogar ein Fall von Vertreibung ohne Entschädigung geschildert. Er spricht von "inakzeptablen Zuständen", von einer "zynischen Frechheit". REPORT MAINZ ist der Spur nachgegangen und hat vor Ort gedreht.

aus der Sendung vom

Di, 9.4.2019 | 21:45 Uhr

Das Erste

Bericht

AutorInnen:
Heiner Hoffmann, Ange Peers, Kathrin Zappe (Redaktionelle Mitarbeit)

Kamera:
Matthew Marschnet, Njaka Rajaonisaona, André Schmidtke

Schnitt:
Michael Zeigermann

Sprecher:
Heiner Hoffmann