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SENDETERMIN Di, 26.5.2020 | 21:49 Uhr | Das Erste

Lebensmittelkontrollen Warum die Überwachung von Wurst, Käse oder Brot seit der Corona-Krise massiv eingeschränkt wurde

Routinemäßige Lebensmittelkontrollen durch die Behörden wurden seit Beginn der Pandemie drastisch reduziert oder sogar ganz ausgesetzt. Das zeigen exklusive Recherchen von REPORT MAINZ. Verbraucherschützer und Oppositionspolitiker sind alarmiert und fordern eine baldige Rückkehr zum Normalmaß.

Eine bundesweite Umfrage von REPORT MAINZ unter allen zuständigen Landesministerien hat ergeben, dass 14 von 16 Bundesländern routinemäßige Lebensmittelkontrollen reduziert oder ganz ausgesetzt haben. Hintergrund dafür sind offenbar behördliche Maßnahmen in Zusammenhang mit der Corona-Krise: Kontrolleure wurden ins "Home Office" geschickt oder an Gesundheitsämtern versetzt, um etwa Corona-Hotlines zu bedienen. Als Folge wurden die routinemäßigen Lebensmittelkontrollen bundesweit erheblich reduziert.

Verbraucherorganisationen wie "Foodwatch Deutschland" und "Germanwatch" sowie Politiker, wie die ehemalige Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) warnten im Interview mit REPORT MAINZ vor Einbußen bei der Lebensmittelsicherheit. Ein schlüssiges Konzept, wie die Kontrollen wieder hochgefahren werden sollen, liegt in vielen Bundesländern aktuell nicht vor.

aus der Sendung vom

Di, 26.5.2020 | 21:49 Uhr

Das Erste

Bericht

AutorInnen:
Mona Botros, Niklas Maurer

Kamera:
Arno Canzler, Marius Hanslian, Niklas Maurer, Thomas Schäfer, André Schmidke

Schnitt:
Simon Adam

Sprecher:
Manuela Dursun