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SENDETERMIN Di, 23.8.2016 | 21:45 Uhr | Das Erste

Kritik an Rabatten bei Ausgleichszahlungen für Windräder Bundesländer verzichten auf Millioneneinnahmen

Windräder liefern saubere Energie und tragen zum Klimaschutz bei. Sie sind aber auch ein Eingriff in die Natur und Landschaft. Für jedes Windrad, das gebaut wird, muss der Natur deshalb etwas Gutes getan werden. Die Öko-Bilanz muss ausgeglichen werden, so sieht es das Bundesnaturschutzgesetz vor.

Statt hohe Ersatzzahlungen für den Eingriff in die Natur zu verlangen, hat Rheinland-Pfalz aber kräftige Rabatte von 90 Prozent gewährt. Der Landesrechnungshof übt daran deutliche Kritik. Er hatte die Genehmigungspraxis für Windräder stichprobenartig für den Jahresbericht 2016 geprüft. Im Interview mit REPORT MAINZ sagte Landesrechnungshof-Präsident Klaus Behnke, die Vergünstigungen seien rechtswidrig. Dem Land seien Einnahmen für den Naturschutz in Millionenhöhe entgangen.

REPORT MAINZ-Recherchen zeigen jetzt, die Summen der Vergünstigungen sind weit höher als bisher gedacht. Und: Auch andere Länder wie Berlin und Bayern haben solche umstrittenen Rabatte auf Ersatzzahlungen bei Windrädern gewährt.