Bitte warten...

SENDETERMIN Di, 26.7.2016 | 21:45 Uhr | Das Erste

Jung, männlich, gefährlich? Der schwierige Umgang mit sexuellen Übergriffen von Migranten

Nach den Kölner Vorfällen an Silvester, wo es zu diversen sexuellen Übergriffen vor allem von Asylbewerbern gegen Frauen gekommen ist, stellt sich die Frage, ob diese Vorfälle ein Einzelereignis waren. Zwei junge Frauen schildern nun gegenüber REPORT MAINZ, dass sie während des Kulturfestivals "Breminale" Mitte Juli auch von Flüchtlingen unsittlich berührt worden seien. REPORT MAINZ geht der Frage nach, was der richtige Umgang mit diesen Vorfällen ist.

Die Bremer Polizei bestätigt REPORT MAINZ, dass es insgesamt 24 Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher sexueller Belästigung auf dem mehrtägigen Kulturfestival "Breminale" gibt. Fünf Tatverdächtige konnten ermittelt werden. Die mutmaßlichen Täter sind Asylbewerber aus Afghanistan im Alter zwischen 17 und 18 Jahren. Im Interview mit dem Politikmagazin schildern zwei 17- und 18-jährige Besucherinnen des Konzerts die Übergriffe: "Ich wurde richtig in die Brust gekniffen und teilweise in den Schritt gefasst. Und es war nicht nur so kurz 'ich hab da kurz rangefasst', sondern richtig gekniffen."

Die Mädchen haben noch während des Konzerts die Polizei gerufen und Anzeige erstattet. Der Leiter des Fachkommissariats für Sexualdelikte beim LKA Bremen, Harald Lührs, berichtet im Interview:"„Dass Gruppen Frauen gezielt umzingeln um sie dann zu berühren, das gab es bislang in dieser Größenordnung noch nicht. Das ist eine neue Problematik mit der die Polizei entsprechend umgehen muss."

Die Leiterin des Forschungszentrum "Globaler Islam" an der Uni Frankfurt, Susanne Schröter, fordert im Interview mit REPORT MAINZ: "Da muss man einfach mal offenen Auges schauen, dass wir da ein Problem haben. Wenn wir das nämlich nicht machen, dann sind die AfD und die Rechtspopulisten die Einzigen die das adressieren, das, was natürlich viele Leute umtreibt und wir haben dann überhaupt keine Möglichkeit etwas zu verändern."

Der Islamismus-Experte und Psychologe, Ahmad Mansour, hat eine klare Forderung an die Politik: "Von der Politik erwarte ich, dass der Slogan 'wir schaffen das' auch mit Inhalt gefüllt wird. Das bedeutet, dass wir flächendeckende Konzepte brauchen um diesen Menschen Werte zu vermitteln."

aus der Sendung vom

Di, 26.7.2016 | 21:45 Uhr

Das Erste

Bericht

Autorinnen:
Frederike Buhse, Swantje Hirsch

Kamera:
Kolja Nieber, André Schmidtke, Gerald Volp, Christian Zuckmayer

Schnitt:
Frank Rosam

Sprecherin:
Swantje Hirsch