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18.12.2018: Kritik an Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Nebenwirkungen der HPV-Impfung werden verschwiegen

Prof. Mühlhauser: "Das ist irreführend, werbemäßig, kampagnenmäßig"

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA behauptet in einer Elternbroschüre zur HPV-Impfung: "Schwere Nebenwirkungen wurden auch nach 270 Millionen gegebenen HPV-Impfungen weltweit nicht beobachtet." Diese Aussage ist nach Recherchen von REPORT MAINZ falsch.

Symbolbild: Eine Spritze wird in einen Arm gestochen.

Symbolbild: HPV-Schutzimpfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Dänische Wissenschaftler haben in zahlreichen Publikationen über schwere kardiologische und neurologische Symptome berichtet, die sie in Verbindung mit der HPV-Impfung bringen. Im Interview mit REPORT MAINZ erklärt der Mediziner Dr. Jesper Mehlsen, er habe 800 Mädchen mit Nebenwirkungen nach einer HPV-Impfung behandelt, viele davon hätten schwere Nebenwirkungen gehabt. Der Evidenzmediziner Peter Götzsche berichtet, er habe Rohdaten klinischer Studien zur HPV-Impfung ausgewertet. Seine Analyse zeige, dass die HPV-Impfung zu schweren neurologischen Schäden führen könne. Im Interview mit REPORT MAINZ sagt er: "Wir haben anhand von randomisierten Studien gezeigt, dass es ernsthafte Schäden gibt. Wir sind in der Lage zu zeigen, dass es in der Gruppe, die die HPV-Impfung erhalten hat, mehr schwerwiegende neurologische Schäden gibt, als in den Kontrollgruppen."

In Japan hat das Ministerium für Gesundheit und Soziales bereits 2013 seine Empfehlung für die Impfung eingeschränkt. In einer Elternbroschüre des japanischen Ministeriums heißt es: "Wir ziehen unsere ausdrückliche Empfehlung einer HPV-Schutzimpfung vorübergehend zurück." In dieser Informationsbroschüre wird ausdrücklich auf "seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkungen" hingewiesen. Unter anderem werden "Zustände von Gliederschwäche", "Kopfschmerzen" und "Erkrankungen des peripheren und zentralen Nervensystems" aufgeführt.

Die Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Ingrid Mühlhauser von der Universität Hamburg hat die BZgA-Broschüre für REPORT MAINZ analysiert und kommt zu dem Ergebnis: "So wie es dargestellt ist, ist es einfach falsch. Das ist irreführend, einseitig, werbemäßig, kampagnenmäßig." Weiter erklärt sie: "Die Bürger wollen nicht mit Kampagnen und Werbematerial konfrontiert werden, sondern sie wollen nach wissenschaftlichen Kriterien gute Informationen bekommen und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung muss endlich Materialien nach diesen Kriterien entwickeln."

Sowohl die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, als auch das Bundesgesundheitsministerium haben auf die Frage, warum die Bürger nicht über schwere Nebenwirkungen informiert werden, nicht geantwortet. Die Redaktion wurde an das Paul-Ehrlich-Institut verwiesen. In einer schriftlichen Stellungnahme erklärt die Behörde in klinischen Studien zur HPV-Impfungen seien unerwünschte Ereignisse aufgetreten. Diese könnten auch ein schweres Ausmaß annehmen.