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SENDETERMIN Di, 12.11.2019 | 21:45 Uhr | Das Erste

Gefährdete ärztliche Versorgung? Warum es in Deutschland zu wenig Studienplätze für Medizin gibt

Ärzteverbände und Politiker warnen: in Deutschland droht ein Ärztemangel, weil es zu wenig Studienplätze für Medizin gibt. Viele Bewerber müssen jahrelang auf einen Platz warten, andere studieren im Ausland.

Vielerorts in Deutschland wird es für niedergelassene Ärzte immer schwieriger, Nachfolger für ihre Praxen zu finden. Der Bedarf an medizinischem Nachwuchs ist hoch: Nachwuchsärzte wollen immer seltener selbstständig arbeiten, sondern lieber angestellt oder in Teilzeit. Und die Gesellschaft altert. Ärztevertreter fordern einen massiven Ausbau von Studienplätzen. Mindestens 5.000 zusätzliche Studienplätze seien notwendig, um die medizinische Versorgung sicherzustellen.

Auch das Bundesgesundheitsministerium unterstützt mittlerweile diese Forderung, sieht aber die Länder in der Pflicht, für mehr Studienplätze zu sorgen. Doch die Plätze sind mit rund 220.000 Euro pro Student nicht nur sehr teuer, sondern es gibt nach wie vor deutlich mehr Bewerber als Plätze. Selbst nach sieben Jahren Wartezeit haben manche Studienbewerber noch immer keine Zusage. Deswegen wandern immer mehr junge Menschen ins Ausland ab, um dort ihren Traum vom Medizinstudium zu verwirklichen.