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SENDETERMIN Di, 24.3.2020 | 20:32 Uhr | Das Erste

Flugverkehr Chaos beim Umgang mit Corona-Verdachtsfällen

REPORT MAINZ rekonstruiert exklusiv, wie eine deutsche Reisegruppe aus Israel mit 44 Personen – allesamt Corona-Kontaktfälle - ohne Schutzvorkehrungen zurück nach Deutschland flog. Aufgrund des Umgangs der hiesigen Behörden mit den Flugpassagieren verbreitete sich das Virus in Deutschland weiter.

Das Coronavirus stellt auch den Flugverkehr vor eine Herausforderung – besonders beim Umgang mit Verdachtsfällen. Denn internationale, einheitliche Standards gibt es dazu nicht. Welche bedenkliche Folgen das haben kann, belegt der Fall einer deutschen Reisegruppe in Israel, deren Rückreise nach Deutschland und die Abfertigung nach der Landung REPORT MAINZ exklusiv rekonstruierte.

Nachdem die Gruppe in Bethlehem laut israelischen Behörden "engen Kontakt" zu einem bestätigten Corona-Fall hatte, wird sie dort unter Quarantäne gestellt. Doch schon drei Tage später wird die Reisegruppe zurück nach Deutschland geflogen - zusammen mit Passagieren, die weder über den Corona-Verdacht noch über die abgebrochene Quarantäne der Mitreisenden informiert wurden. Nach der Landung werden insgesamt 19 Personen der Gruppe positiv auf Corona getestet. Die anderen Fluggäste dürfen jedoch ungehindert das Flugzeug verlassen und werden erst mit bis zu zwei Tagen Verzögerung unter Quarantäne gestellt. Wie konnte es dazu kommen? REPORT MAINZ fragt sämtliche Behörden an, erhält jedoch keine klare Antwort. Mediziner und Flugexperten fordern international einheitliche Standards beim Umgang mit Corona-Verdachtsfällen im Flugbetrieb.

aus der Sendung vom

Di, 24.3.2020 | 20:32 Uhr

Das Erste

Autoren:
Mona Botros, Christian Saathoff
red. Mitarbeit: David Reichert

Kamera:
Enrico Mock, Carlo Nielbock, Till Talmann
Schnitt:
Marcus Kaul

Sprecher:
Christian Saathoff