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SENDETERMIN Mi, 23.1.2019 | 5:00 Uhr | Das Erste

Experten kritisieren fragwürdige Lösung gegen Wohnungsnot Luxusmieten für fragwürdige Billighotels

Weil Wohnraum knapp ist, müssen deutsche Städte für immer mehr Menschen Unterkünfte bereitstellen. Sie greifen dafür auch auf marode Hotels zurück.

In einer deutschen Großstadt eine bezahlbare Wohnung zu finden, wird immer schwieriger. In der Folge müssen die Kommunen immer mehr Menschen unterbringen, damit sie nicht obdachlos werden. Alleine in den fünf größten Städten sind rund 60.000 Menschen betroffen. Die städtischen Heime sind längst überfüllt, die Kommunen greifen daher zunehmend auf gewerbliche Unterkünfte wie private Wohnheime oder sogar Hotels. Die sind oft heruntergekommen.

Bewohner berichten von Bettwanzen und Mäusen. Etagenklos und Gemeinschaftsküchen sind üblich. Trotzdem ist diese Form der Unterbringung teuer. Prof. Volker Eichener von der Hochschule Düsseldorf sagt, dass man mit der Jahresmiete für ein Zimmer schon ein Mikroappartement finanzieren könne. Die Stadt München probiert inzwischen ein neues Konzept aus: Sie baut Unterkünfte und versucht für die Wohnungslosen durch eine enge Betreuung und Beratung schnell wieder eine Wohnung zu finden.