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SENDETERMIN Di, 14.1.2014 | 21:45 Uhr | Das Erste

Ermittlungen unerwünscht NSU-Untersuchungsausschuss bestätigt REPORT MAINZ

Auch der REPORT MAINZ-Redakteur musste als Zeuge erscheinen, verweigerte aber mit Verweis auf den Informantenschutz die Aussage. Es wurde trotzdem ein spannender Tag: "Das Ergebnis jedenfalls sieht genau danach aus, als ob es so eine Weisung gegeben hätte. Dann ist es Sabotage und keine Panne", fasst die Ausschussvorsitzender Dorothea Marx (SPD) die weiteren Zeugenvernehmungen zusammen.


Der damals zuständige Dezernatsleiter im Landeskriminalamt (LKA) hat im Ausschuss ausgepackt: Er selbst habe den Anruf vom damaligen Vize-Präsidenten bekommen. Der habe sinngemäß gesagt: "Kriegen Sie da nichts raus."

Tatsächlich hat sich während der elfstündigen Sitzung klar gezeigt: Es haben nach der Vernehmung des Zeugen keine weiteren Ermittlungen stattgefunden, obwohl es mehrere konkrete Ansätze gab. Nun fordern SPD, Linke und Grüne gemeinsam die Suspendierung des damaligen LKA-Vizepräsidenten und heutigen Präsidenten Werner Jakstat. Der wehrt sich weiter gegen die Vorwürfe, eine solche Anweisung wäre doch "irrsinnig" gewesen. Allerdings hat er im Ausschuss den Anruf nicht explizit bestritten, sondern sich auf fehlende Erinnerung berufen.

7:22 min | Di, 14.1.2014 | 21:45 Uhr | Das Erste

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