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Drei Fragen an Fritz Frey

Moderator REPORT MAINZ und SWR-Chefredakteur Fernsehen

Fritz Frey

Fritz Frey

Es gibt viele Politikmagazine – Aber wofür steht REPORT MAINZ heute? Was macht das Magazin unverwechselbar und unverzichtbar?

Der Fuchs, die gründliche Recherche mit Biss, die Unerschrockenheit, mit der nach Verantwortung gefragt wird, die Nachhaltigkeit, mit der an Themen dran geblieben wird – das macht REPORT MAINZ für mich unverwechselbar.

Unverzichtbar ist die Sendung, weil sie sich wie ganz wenige auf anstrengende Wahrheitssuche begibt, nicht mit schnellen Antworten zufrieden ist und für einen Journalismus steht, dessen Kern die Frage nach Gerechtigkeit und Vernunft ist.

In Zeiten von Shitstorms und "Lügenpresse"-Vorwürfen – was muss man als Magazinmacher heute anders machen?

Wer gestern und heute solide und umfassend recherchiert hat, muss für morgen nichts grundlegend ändern. Gleichwohl sollten wir stärker mit erzählen, warum wir uns welchem Thema zuwenden und – im Sinne der Transparenz – darlegen, wie wir recherchieren. Daneben gilt es, die Begleitkommunikation weiter zu intensivieren. Der transparente Austausch, auch über kritische Fragen, kann zeigen, dass wir keine Kanzelprediger sind, sondern auf Augenhöhe mit den Zuschauerinnen und Zuschauer agieren.

Heißt es bald "Internet killed the TV-Star"? Wie sieht die Zukunft von REPORT Mainz aus?

Noch sehr lange wird REPORT MAINZ sein Publikum über das klassische Fernsehen erreichen. Aber bestimmte Nutzungstrends werden sich verstärken, so wird beispielsweise die zeitsouveräne Nutzung zunehmen oder die ortsunabhängige Nutzung über Smartphones und Tablets. Hier dürfen wir den Anschluss nicht verpassen, wir müssen dahin gehen, wo die Zuschauer sind.