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Der Fall Mollath Unschuldig in der Psychiatrie?

Mollath

Gustl Mollath

Der Fall Mollath bewegt die deutsche Öffentlichkeit. Saß ein Nürnberger Bürger zu Unrecht in der Psychiatrie, weil er Schwarzgeldverschiebungen seiner Ehefrau und weiterer Anlageberater der HypoVereinsbank angezeigt hat? Wegen angeblicher Körperverletzung und Sachbeschädigung wurde Gustl Mollath 2006 in die Psychiatrie eingewiesen. Das Landgericht Nürnberg-Fürth unterstellte ihm ein "paranoides Gedankensystem". Grundlage war ein fragwürdiges Gutachten. Doch ein von REPORT MAINZ öffentlich gemachter Sonderrevisionsbericht der Hypovereinsbank vom März 2003 entlarvte: Alle nachprüfbaren Aussagen Mollaths haben sich als zutreffend herausgestellt.

Monate zuvor hörte sich das bei der bayerischen Justizministerin Beate Merk im Rechtsausschuss des bayerischen Landtages anders an: Obwohl sie damals schon von dem Sonderrevisionsbericht wusste, sagte sie, dass die Anschuldigungen Mollaths nicht zutreffen würden. Beate Merk behauptete auch noch später in einer Pressemitteilung des bayerischen Justizministeriums weiterhin, "dass die bankinternen Untersuchungen die Vorwürfe Mollaths gerade nicht bestätigt haben."

Im August 2013 wurde Gustl Mollath schließlich aus der geschlossenen Psychiatrie entlassen. Das Oberlandesgericht Nürnberg hatte die Wiederaufnahme seines Verfahrens angeordnet. Nach 17 Verhandlungstagen am Landgericht Regensburg wurde Gustl Mollath am 14. August 2014 freigesprochen. Das Gericht ordnete eine Entschädigung für Mollath an.


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